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Norderney verlängert Ausgangsbeschränkungen

| von Michael Sprick

Die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen auf der ostfriesischen Insel Norderney werden wegen anhaltend hoher Corona-Fallzahlen um eine Woche verlängert.


Norderney verlängert Ausgangsbeschränkungen

Die Verlängerung der Maßnahmen sei notwendig, da sonst eine wirksame Eindämmung des Coronavirus auf der Insel gefährdet wäre, teilte der Landkreis in einer Allgemeinverfügung am Donnerstag mit. Die Zahl der Infektionen ging binnen einer Woche nur leicht zurück. Vor Inkrafttreten der verschärften Maßnahmen am Mittwoch vergangener Woche gab es 43 Corona-Fälle auf Norderney. An diesem Donnerstag meldete der Kreis noch 37 Infektionen, 68 Personen befinden sich in Quarantäne.

Maßnahmen halten nun bis zum 26. Februar an

Zunächst waren die Maßnahmen bis zu diesem Freitag vorgesehen. Der Verfügung zufolge müssen Insulaner nun bis einschließlich Freitag nächster Woche (26. Februar) ihre Kontakte weiter einschränken. In der Öffentlichkeit und im privaten Raum dürfen sie sich nur noch allein oder mit Angehörigen ihres eigenen Hausstandes aufhalten. Zudem dürfen Bewohner zwischen 21.00 und 5.00 Uhr die eigene Wohnung nur noch aus einem triftigen Grund verlassen – etwa bei einem medizinischen Notfall. Präsenzunterricht in den Schulen soll es weiter nicht geben. Die Kitas betreuen nur noch Kinder, deren Eltern in «so genannten kritischen Infrastrukturen» beschäftigt sind.

Öffentliche Gebäude haben geschlossen

Auf der rund 6000 Einwohner zählenden Insel wurden zuletzt mehrere Infektionen in einem Seniorenwohnheim gemeldet. Nach Angaben des Kreises sind dort zurzeit noch sieben Bewohner und sieben Mitarbeiter infiziert. Auch das Insel-Krankenhaus und das Norderneyer Rathaus haben wegen Coronavirus-Infektionen geschlossen.
Eine nächtliche coronabedingte Ausgangsbeschränkung gibt es in Niedersachsen aktuell auch im Kreis Wesermarsch. Sie gilt noch bis kommende Woche. Mit Ausgangsbeschränkungen hatten auch die Grafschaft Bentheim und der Kreis Gifhorn zuletzt versucht, ihre hohen Ansteckungsraten zu senken.

Quelle: dpa

Autor: Michael Sprick

Michael Sprick ist Blogger und Journalist und schreibt für Reiseuhu News, die für Urlauber und Reisende relevant sind.