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Österreich führt strenge 2G-Regelung im öffentlichen Leben ein

| von Michael Sprick

Österreich hat kurzfristig die 2G-Regelung in weiten Teilen des öffentlichen Lebens eingeführt. Es ist eine Reaktion auf die stark gestiegenen Infektionszahlen.


Österreich führt strenge 2G Regelung im öffentlichen Leben ein
Schloss Belvedere in Wien. Bildnachweis: Unsplash / Daniel Plan

In Österreich gilt ab heute eine sehr strenge Umsetzung der 2G-Regel, wie die Heute-Zeitung berichtet. Die neue Regelung erlaubt nur noch geimpften und genesenen Personen die Teilnahme an weiten Teilen des öffentlichen Lebens. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf die hohen Infektionszahlenim Land.

2G-Regelung gilt in weiten Teilen des öffentlichen Lebens ab heute

Das österreichische Gesundheitsministerium hat die Umsetzung der Maßnahme sehr kurzfristig erst am Sonntagabend bekannt gegeben. Die kurzfristige Entscheidung dürfte vor allem durch die hohen Infektionszahlen in Österreich bedingt sein – derzeit weist das Land eine 7-Tage-Inzidenz von 585 auf. Nachzulesen sind die neuen gültigen Bedingungen beim Sozialministerium Österreichs.

Für den Urlaub in Österreich sind die neuen Maßnahmen von großer Tragweite, da von der Gastronomie und Hotellerie bis hin zu Weihnachtsmärkten und „ähnlichen Settings“ quasi der gesamte für den Tourismus relevante Bereich betroffen ist. Zumindest, was die Gäste und Kunden in diesen Bereichen betrifft, denn im Arbeitsleben gilt nach wie vor die 3G-Regel. Lediglich in besonders sensiblen Bereichen gilt die 2G-Regelung.

So ist es weiterhin möglich, dass Beschäftigte in Gastronomie und Hotellerie getestet sind. Die österreichische Regierung begründet diese Regelung damit, dass Arbeitskräfte ihren Arbeitsplatz nicht freiwillig aufsuchen. Allerdings spricht der österreichische Gesetzgeber den Arbeitgebern auch das Recht zu, Nachweise im Sinne der 3G-Regelung zu kontrollieren.

Weitere Bereiche mit 2G-Regelung

Weiterhin gilt die 2G-Regelung auch bei „körpernahen Dienstleistungen,
den Kulturbereich (Theater, Kinos und Opern, nicht aber Museen),
Sport und Freizeiteinrichtungen und Besuchen in Krankenhäusern und Alten- und Pflegeheimen. Davon ausgenommen sind Besuche im Rahmen der Palliativ- und Hospizbegleitung oder die Begleitung bei der Geburt. In geschlossenen Räumen ist zusätzlich eine FFP2-Maske zu tragen.

Auch bei Veranstaltungen gilt de 2G-Pflicht. Sie greift ab einer Anzahl von 25 Personen. Nehmen mehr als 50 Personen teil, gilt eine „Anzeigepflicht bei der Bezirksverwaltungsbehörde bis 1 Woche vor der Veranstaltung“. Zudem müssen Veranstalter einen COVID-19-Beauftragten ernennen und ein Präventionskonzept erstellen.

Die neue Regelung ist kurzfristig in Kraft getreten, dafür gilt aber noch eine Übergangsfrist bis zum 6.12.2021. Bis zu diesem Stichtag ist der Zugang in den genannten Bereichen auch mit Erstimpfung und zusätzlichem PCR-Test möglich.

2,5G Regelung im Nachtleben und Großveranstaltungen

In der Nachtgastronomie und bei Großveranstaltungen (ab 250 Personen), die weder geimpft noch genesen sind, können Beschäftigte auch einen gültigen PCR-Test vorweisen. Nur PCR-getestete Personen müssen aber zusätzlich eine FFP2-Maske tragen. Für Beschäftigte in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen gilt dieselbe Regel. Nur getestete Personen müssen also eine FFP2-Maske tragen. Darüber hinaus ist in diesem Setting für geimpfte und genesene Personen ein Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben.
Antikörpertests sind nicht mehr als Nachweis gültig.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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