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Österreich: Wintersaison 1G-Regel für Après-Ski-Feten möglich

| von Michael Sprick

Nur geimpfte, genesene und getestete Personen werden in Österreich auf die Piste dürfen. Wenn sich die Situation auf den Intensivstationen jedoch verschlechtert, könnten sich die Regelungen verschärfen.


Österreich: Wintersaison 1G Regel für Après Ski Feten möglich
Frischer Schnee in Ischgl. Bildnachweis: Unsplash / Alexander Sinn

Die vergangene Wintersaison ist für Österreich weitestgehend ausfallen. Nun will die Politik aber wieder ermöglichen, dass Touristen in die Skigebiete kommen können. Dabei sollen jedoch strikte Regeln gelten, wie beispielsweise das Volksblatt berichtet.

Wintersaison soll in Österreich definitiv mit 3G-Regelung starten

Grundsätzlich soll dabei die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) gelten. Sie gilt für jegliche Gastbetriebe, aber auch viele weitere Einrichtungen und Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte sollen nur mit entsprechendem Nachweis zugänglich sein. Seilbahnbetreiber dürfen nur noch Personen befördern, die gegen Covid-19 geimpft, getestet oder genesen sind, wie die Regierung in Wien mitteilte.

Für die Skilifte wird es keine Abstandsregelungen und Kapazitätsbeschränkungen geben, aber es wird eine FFP2-Maskenpflicht eingeführt. Hier weisen die Behörden auch darauf hin, dass viele Betreiber mittlerweile digital nachgerüstet haben. Auch für Skilifte gäbe es daher teilweise die Möglichkeit, seine Tickets am Smartphone zu kaufen und sie kontaktlos vorzuzeigen. Sollte die Auslastung der Intensivstationen mit Corona-Patienten zunehmen, werden die Regeln für ungeimpfte Wintersportler verschärft.

Regeln könnten sich bei Erhöhung der Infektionszahlen verschärfen

Derzeit gibt es in Österreich rund 200 Intensivbetten, die mit Covid 19-Patienten belegt sind. Steigt die Zahl auf 300, dürfen Ungeimpfte keine Après-Ski-Bars mehr besuchen – auch nicht mit einem negativen Testergebnis, so Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein.

Ab diesem Wert dürfen Seilbahnen, Restaurants und Hotels keine Selbsttests mehr akzeptieren. Ungeimpfte Personen müssen bei einer Intensivbettenbelegung von 400 oder mehr Betten einen negativen PCR-Test vorweisen. Die weniger präzisen Antigentests sind dann nicht mehr ausreichend.

1G-Regelung steht als Möglichkeit für Veranstaltungen im Raum

Dabei stellte Österreichs Bundeskanzler, Sebastian Kurz, jedoch auch die Einführung einer 1G-Regelung in Aussicht. Diese könnte bei einem Verschärfen der Infektionslage eingeführt werden. Gegenüber den Zeitungen der Funke-Medien-Gruppe hatte Kurz geäußert, dass die 1G-Regelung beispielsweise bei Après-Ski-Hütten denkbar wäre. Damit gibt er allerdings auch die Aussicht vor, dass die beliebte Après-Ski-Partys aller Wahrscheinlichkeit nach stattfinden werden.

Für die Gastronomen und die Hotellerie sind sowohl 2G als auch 1G das kleinere Übel. Dagegen gäbe es noch die Alternative einer erneuten Schließung, die noch immer viele Befürworter hat. So spricht sich zum Beispiel der Gesundheitsexperte Karl Lauterbach gegen das Abhalten von Ski-Feten aus.

Lauterbach erklärte gegenüber den Zeitungen der Funke-Medien-Gruppe er würde „eher davon abraten, unter Ischgl-ähnlichen Bedingungen zu feiern“. Er verwies dabei auf die Möglichkeit, dass auch Geimpfte sich noch immer anstecken können und dass der Impfschutz mit der Zeit abnimmt: „In Innenräumen haben wir jetzt schon viele Ansteckungen auch unter Geimpften. Diese Fälle werden noch zunehmen, wenn der Impfschutz nachlässt.“

Laut Lauterbach hänge der Erfolg der Wintersaison daher von Booster-Impfungen und dem generellen Erreichen einer höheren Impfquote ab. Derzeit ist die Impfquote in Österreich etwas geringer als in Deutschland. Sie liegt laut corona-in-zahlen.de bei 62,70% (Erstimpfung) bzw. bei 59,22% (vollständige Impfungen). In Deuthscland liegen die beiden Werte bei 67,25% und 63,24%. Die 7-Tage-Inzidenz ist in Österreich mit 153,3 derzeit höher als in Deutschland mit 68,4. In beiden Ländern sinken die Infektionszahlen jedoch über die letzten Wochen betrachtet.

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Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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