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Peru: Machu Picchu wird ein klimaneutrales Reiseziel

| von Michael Sprick

Machu Picchu, die antike Inka-Stadt, verpflichtet sich, die Klimaneutralität zu erreichen. Bis 2050 will die Tourismusstätte ihr Ziel erreichen.


Peru: Machu Picchu wird ein klimaneutrales Reiseziel
Machu Picchu. Bildnachweis: Unsplash / Agnieszka Mordaunt

Die antike Inka-Stadt ist das erste Weltwunder der Moderne, das für seine Bemühungen, seinen Co2-Ausstoß zu reduzieren mit einem Co2-Neutralitäts-Zertifikat ausgezeichnet wurde, wie La Sexta berichtet. Damit setzt das bekannteste Reiseziel Perus Maßstäbe im Bereich des umweltfreundlichen Tourismus.

Ziel: Bis 2050 komplette CO2-Neutralität erreichen

Die Zertifizierung hat die Organisation Green Initiative erteilt. Es ist eine Institution, die sich für die Förderung des grünen und umweltfreundlichen Tourismus einsetzt. Die Green Initiative stammt dabei aus Peru selbst und ist auch ein Partner der Vereinten Nationen und arbeitet mit anderen Organisationen wie der Rainforest Alliance zusammen.

Die Behörden in Peru werden versuchen, die Kohlendioxidemissionen der Ruinenstadt drastisch zu reduzieren. Ziel ist es, die CO2-Emissionen bis 2030 auf 45% zu senken und weiterhin bis 2050 die vollständige Co2-Neutralität zu erreichen.

Diese Maßnahmen umfasst das Klimaprogramm

Zu den Maßnahmen, die zum Erhalt dieser Zertifizierung beigetragen haben erhalten, gehört die Installation einer Pyrolyseanlage. Es handelt sich dabei um eine umweltschonende Verbrennugstechnik für Abfälle. Es handelt sich bei der Anlage um die bislang einzige in Peru. Sie soll organische Abfälle in natürlichen Kohlenstoff (Biokohle) umwandeln.

Zudem gibt es eine weitere Anlage, die weggeworfene Pflanzenöle von Haushalten und Restaurants in der Gegend sammelt und in Biodiesel und Glyzerin umwandelt.

Darüber hinaus hat der Nationale Dienst für Naturschutzgebiete (SERNANP) ein Wiederaufforstungsprogramm initiiert und wird im historischen Schutzgebiet rund um Machu Picchu eine Million Bäume pflanzen. Es ist das größte Projekt um eine positive und nachhaltige CO2-Bilanz für Machu Picchu zu erreichen.

Geschichte von Machu Picchu

Machu Picchu, eines der sieben Weltwunder, wurde im Jahr 2019 von mehr als einer Million Touristen besucht. Die Inka-Stadt liegt in der Provinz Urubamba in Cusco und wurde Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut. Ihre Lage in einem abgelegenen Gebiet der peruanischen Anden führten dazu, dass sie fast 400 Jahre lang unbemerkt blieb.

Im Jahr 1911 wurde der amerikanische Entdecker Hiram Bingham von einheimischen Hirten nach Machu Picchu geführt. Daraufhin veröffentlichte er einen Bericht über die Inka-Stadt in der Zeitschrift National Geographic, sodass Machu Picchu Weltbekanntheit erlangte.

Wie ist Machu Picchu zu erreichen?

Wer die Stätte besuchen will, muss zunächst in die Stadt Cusco reisen. Von Lima aus dauert die Reise mit dem Flugzeug etwa 1 Stunde und 40 Minuten. Allerdings sei hier erwähnt, dass es sich natürlich um ein Fortbewegungsmittel mit hohem CO2-Ausstoß handelt. Mit dem Bus kann eine Fahrt dagegen zwischen 17 und 22 Stunden dauern. In Cusco angelangt, erreicht man die archäologische Stätte am schnellsten mit dem Zug. Die Fahrt dauert etwa drei Stunden. Jeden Morgen geht dieser von Ollantaytambo nach Aguas Calientes, der Stadt, die der Stätte am nächsten liegt.

Eine weitere Alternative ist eine Wanderung auf dem Inkapfad. Wer Trekking und Abenteuer liebt, dem bietet sich diese abenteuerliche Alternative an. Es handelt sich um eine drei- bis fünftägige Wanderung, die geübten Trekkern ans Herz zu legen ist. Es ist für geübte Wanderer vermutlich die lohnenswerteste Art, nach Machu Picchu zu reisen, da die Landschaft rund um Machu Picchu eine typische Andenlandschaft mit schönen Bergregionen und Tälern ist.

Machu Picchu kann das ganze Jahr über besucht werden, aber die empfehlenswerteste Zeit ist zwischen Mai und Oktober, da es in diesen Monaten am wenigsten regnet.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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