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Philippinen: Boracay heißt Touristen wieder willkommen

| von Michael Sprick

Die beliebte Urlaubsinsel Boracay mit ihren berühmten weißen Stränden hat wieder für Touristen geöffnet. Die Pandemie hat die Insel genutzt, um sich zu modernisieren und gegen Umweltverschmutzung vorzugehen.


Philippinen: Boracay heißt Touristen wieder willkommen
Strand auf Boracay. Bildnachweis: Unsplash / Hector Periquin

Die Philippinen bereiten sich darauf vor, ausländische Touristen an ihren unberührten Stränden wieder willkommen zu heißen, wie Reuters berichtet. Die Öffnung ist erfolgt, da die Zahl der Covid-19-Fälle im Land weiter sinkt und die Impfungen weiter zunehmen.

Ausgewählte Urlaubsziele wie Boracay wollen Touristen wieder willkommen heißen

Das Tourismusministerium (DOT) hat vor kurzem seine Kampagne „More Fun Awaits“ vorgestellt, die neue Tourismusprodukte und -pakete hervorhebt und darauf abzielt, die Präsenz der Philippinen als Reiseziel inmitten der Pandemie hervorzuheben. Das gilt zumindest für beliebte Urlaubsziele der Insel wie Boracay.

Die Philippinen haben ihre Grenzen für ausländische Touristen geschlossen, als sich das Coronavirus Anfang letzten Jahres auszubreiten begann. Das Land sperrt ausländische Touristen im Rahmen der Grenzmaßnahmen zur Eindämmung von Infektionen nach wie vor aus. Erst langsam deutet sich an, dass das Land zumindest ausgewählte Ziele für den Tourismus öffnen will. Boracay ist dabei seit letztem Freitag wieder für Touristen offen. Der Fortschritt der Impfkampagne spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Impfquote von über 90 Prozent unter Tourismus-Arbeitern

Da die meisten Tourismusmitarbeiter auf Boracay inzwischen geimpft sind, freut sich die Insel darauf, bald wieder für internationale Besucher offen zu sein. Das Tourisusministerium verspricht, dass sie „mehr als bereit sind, den Besuchern eine sichere und angenehme Erfahrung zu bieten“.

Nach dem Plan des Verteidigungsministeriums werden vollständig geimpfte Touristen willkommen sein. Für sie will die Kommunalregierung Fahrservices einrichten, die sie direkt zu den Reisezielen bringen, ohne dass eine Hotelquarantäne erforderlich ist.

„Deshalb haben wir den Impfungen von Tourismusmitarbeitern Vorrang eingeräumt, damit wir einheimische und schließlich auch ausländische Touristen aufnehmen können“, sagte Romulo-Puyat. Auf der Insel Boracay in den Zentralphilippinen beispielsweise seien bisher 91,09 Prozent der Tourismusmitarbeiter vollständig geimpft. Unter der Gesamtbevölkerung von Boracay seien es immerhin schon und 62,78 Prozent.

„Unsere Impfungen sind von entscheidender Bedeutung für den Schutz unserer Tourismusmitarbeiter, die täglich mit Besuchern konfrontiert sind“, sagte Puyat. Sie hofft, dass die Insel ihr Ziel einer 100% Impfqoute im Tourismus bis November impfen kann.

„Wenn 100 Prozent der Tourismusmitarbeiter auf Boracay geimpft sind, ist das Verkehrsministerium zuversichtlich, dass in den kommenden Wochen die Touristenankünfte auf der Insel weiter steigen werden und mehr Tourismusbetriebe wieder öffnen können, um die Arbeitsplätze wiederherzustellen“, sagte Puyat.

Pandemie genutzt, um Umweltverschmutzung zu bekämpfen und Tourismus nachhaltiger zu gestalten

Boracay ist berühmt für seinen puderweißen Sand, das flache, azurblaue Wasser und die spektakulären Sonnenuntergänge und ist ein beliebtes Ziel für internationale Touristen. Dabei war das Wasser und damit auch einige Stränder der Insel verschmutzt. Die Pandemie haben die Behörden genutzt, um nachhaltige Reinigungsarbeiten und Lösungen für die Verschmutzung zu finden.

Neben den Sonnen- und Strandtourismuszielen, für die das Land bekannt ist, stellt das Verkehrsministerium auch neue und verbesserte Fahrradtouren, Tauchrouten, Landwirtschafts- und Lebensmitteltourismusrouten, Wander- und Trekkingrouten sowie Freilichtmuseen mit historischen und kulturellen Touren in den Vordergrund. Diese Aktivitäten tragen der „neuen Normalität“ der Touristen Rechnung, die Aktivitäten im Freien und gut belüftete Gebiete bevorzugen.

Öffnung ist von wirtschaftlicher Bedeutung

Puyat sagte, das Verkehrsministerium werde weiterhin innovative Reiseziele entwickeln, um einen sicheren, unterhaltsamen und nachhaltigen Tourismus für einheimische und ausländische Touristen zu gewährleisten.

Der Beitrag der Tourismusindustrie zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Philippinen lag 2019 bei 12,7 Prozent, wie die philippinische Statistikbehörde (PSA) mitteilte. Natürlich ist sie damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, gerade auf Inseln wie Boracay.

Die Covid-19-Pandemie hat dem Tourismussektor einen schweren Schlag versetzt. Das Land empfing im Jahr 2019 8,26 Millionen ausländische Touristen, darunter 1,74 Millionen chinesische Touristen. Während im Jahr 2020 aufgrund der im März dieses Jahres verhängten harten Abriegelung nur über 1,3 Millionen ausländische Touristen das Land besuchten. DerRückgang der ausländischen Ankünfte war damit mit einer zur Verdrängung der Beschäftigten im Dienstleistungssektor führte

Nach Angaben der PSA sank die Zahl der in der Tourismusbranche Beschäftigten von 5,72 Millionen im Jahr 2019 auf 4,68 Millionen im Jahr 2020. Der Anteil des Tourismus am BIP sank ebenfalls auf 5,4 Prozent im Jahr 2020.

Pandemische Lage bessert sich auf den Philippinen

Die philippinische Regierung hat die Beschränkungen für Inlandsreisen gelockert, da das Land weiterhin einen Rückgang der neuen Covid-19-Fälle meldet, nachdem es die dritte Infektionswelle, die im September ihren Höhepunkt erreichte, hinter sich gelassen hat. Bis zum Montag meldeten die Philippinen insgesamt fast 2,8 Millionen bestätigte Fälle.

Nach Angaben der Regierung haben mindestens 26,8 Millionen der 77 Millionen Zielbevölkerung des Landes die volle Impfdosis erhalten. In der Hauptstadtregion Metro Manila, in der über 13 Millionen Menschen leben, haben mindestens 8,5 Millionen die volle Impfdosis erhalten.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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