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Regierungsfraktionen wollen 3G für Inlandsflüge einführen

| von Michael Sprick

Wie Zeitungen der Funke Medien Gruppe melden, wollen die Fraktionen der neuen Bundesregierung die 3G-Regelung für Inlandsflüge einführen.


Regierungsfraktionen wollen 3G für Inlandsflüge einführen
Lufthansa A320 in Düsseldorf. Bildnachweis: Unsplash / Miguel Angel Sanz

Fraktionen der neuen Regierung wollen 3G nun für Inlandsflüge einführen. Das hat die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Fraktionskreisen erfahren. Darüber berichtet hat unter anderem die WAZ.

3G-Regelung bald für Inlandsflüge?

Konkret bedeutet die Forderung, dass auch auf Inlandsflügen nur noch geimpfte, genesene und getestet Personen ins Flugzeug steigen dürften. Was im internationalen Bereich schon seit einiger Zeit zum Standard geworden ist, gilt auf Inlandsflügen noch nicht. Grund für die Forderung, diese Maßnahme in Deutschland einzuführen, sind die derzeit wieder steigenden Infektionszahlen.

Auch für Fernzüge und den Nahverkehr gibt es die gleiche Forderung nach einer 3G-Regel. Anders als bei Flügen lehnen die involvierten Parteien, die Bahn und die Gewerkschaft EVG, die die größte Gewerkschaft der Bahnmitarbeiter ist, die Maßnahme ab. Sie verweisen dabei darauf, dass die Maßnahme schlicht und ergreifend nicht praktikabel ist. Da das Kontrollsystem der Bahn ein offenes sei und Kontrollen nicht flächendeckend durchsetzbar sind. Zuletzt äußerte sich auch der Fahrgastverband Pro Bahn kritisch zu dem Thema.

Regierungsfraktionen befürworten die Maßnahme

Doch für inländische Flüge gibt es offenbar weniger Bedenken bezüglich der Umsetzung. So äußerte sich der FDP-Verkehrsexperte, Bernd Reuther, gegenüber der WAZ zuversichtlich zur 3G-Regel für Inlandsflüge: „Die Umsetzung gestaltet sich hier auf jeden Fall deutlich leichter als im Personennah- und Fernverkehr“. Reuther hält die Einführung der 3G-Regelung für Inlandsflüge daher für eine „sinnvolle Maßnahme“. Generell sollen laut der WAZ weite Teile der SPD- und Grünen-Fraktion der gleichen Meinung sein.

Es gibt jedoch auch Stimmen, die die Sinnhaftigkeit der Maßnahme anzweifeln. Zu ihnen gehört zum Beispiel der Virologe, Hendrick Streeck. Er merkte an, dass weder der öffentliche Nahverkehr noch der Fernverkehr oder Flüge als Superspreader-Events aufgefallen wären. Eine inzwischen viel zitierte Studie des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), die in Zusammenarbeit mit der Berliner Charité entstanden ist, war entsprechend zu diesem Ergebnis gekommen.

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Offizielle Äußerungen der Lufthansa als größtes Luftfahrt-Unternehmen Deutschlands zum Thema gibt es nicht.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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