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Reisebüro ruft auf, Ryanair-Rückzahlungen an wohltätige Zwecke zu spenden

| von Michael Sprick

Das britische Reisebüro Simpson Travel ruft seine Kunden dazu auf, Rückerstattungen von Ryanair an wohltätige Zwecke zu spenden.


Reisebüro ruft auf, Ryanair Rückzahlungen an wohltätige Zwecke zu spenden

Das Reisebüro Simpson Travel hat Kunden, die eine Pauschalreise mit Ryanair-Flügen gebucht hatten, deren Urlaub aber aufgrund der Pandemie storniert wurde, vollständig erstattet oder umgebucht. Allerdings hat das Unternehmen seine eigenen Kosten dabei nicht von der Billigfluglinie zurückerhalten.

Ryanair im Streit um Rückzahlungen

Seit Anfang des Jahres schwelt der Streit zwischen Ryanair und den Reisebüros. Es ging dabei im Februar um eine Summe von etwa 20 Millionen Euro. Grund für den Konflikt ist die Behauptung von Ryanair, dass Reisebüros wie Simpson Travel als „Dritte“ agieren und damit gegen die AGBs verstoßen. Der Anbieter von Hotels und Villen am Mittelmeer fordert seine Kunden daher auf, die Kosten direkt von Ryanair zurückzufordern und das Geld stattdessen für wohltätige Zwecke zu spenden.

Ryanair erstattet den Kunden die Kosten, wenn sie direkt online einen Antrag stellen. Die Kunden wurden kontaktiert und aufgefordert, sich direkt an die Fluggesellschaft zu wenden, um das Geld, das Simpson Travel für ihre Flüge erhalten hat, zurückzufordern, und die Kunden aufgefordert, ihre Rückerstattung an eine Wohltätigkeitsorganisation ihrer Wahl zu spenden.

Kampagne soll „Positives aus Negativem“ machen

Gegenüber TTG Media äußerte der Operations Director Ed Pyke, dass das Unternehmen „aus dem Negativen etwas Positives“ machen möchte. Simpson Travel hätte dabei seine Verpflichtungen gegenüber seinen Kunden eingehalten. Rückerstattungen seien bereits erfolgt, bevor das Unternehmen die Rückzahlungen der Fluggesellschaften zurückerhalten habe.

Dabei soll der Rückzahlungsprozess mit anderen Fluggesellschaften zwar langsam, aber letzten Endes erfolgreich verlaufen sein. Lediglich mit Ryanair habe das Unternehmen Schwierigkeiten. „Im Fall von Ryanair haben wir leider keinen einzigen Cent erhalten“, kommentierte Pyke dazu.

„Obwohl wir alle notwendigen und vernünftigen Protokolle befolgt haben, behauptet Ryanair, wir seien eine dritte Partei und weigert sich als solche, mit uns und allen anderen Reiseveranstaltern zu verhandeln, die ihre Flüge in gutem Glauben gekauft haben.

„Wir sind entschlossen, das Beste aus einer schwierigen Situation zu machen und haben eine Idee entwickelt, von der wir hoffen, dass sie für unsere Kunden ein Gewinn ist.“

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Ryanair fährt dabei seine eigene Unternehmenspolitik gegen Reisebüros wie Simpson Travel weiter. Erst diese Woche hat die Airline Funktionen eingeführt, die Fluggäste „vor Online-Reisebüros schützen“ soll.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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