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RKI erklärt Albanien und Serbien zum Hochrisikogebiet

| von Michael Sprick

Das Robert-Koch-Institut stellt für weitere Länder auf dem Balkan eine erhöhte Infektionsgefahr fest. Sowohl Serbien als auch Albanien gelten ab Sonntag als Hochrisikogebiete.


RKI erklärt Albanien und Serbien zum Hochrisikogebiet
In der Altstadt von Subotica,Serbien. Bildnachweis: Unsplash / Kalman Nemet

Lange Zeit blieb der Balkan von hohen Infektionszahlen verschont. Das hat sich erst vor rund zwei Wochen wieder geändert, als das Robert-Koch-Institut (RKI) sowohl Nordmazedonien und den Kosovo zum Risikogebiet erklärt hat. Nun folgen mit Serbien und Albanien zwei weitere Länder auf dem Balkan.

Albanien – trotz hoher Inzidenz keine Test- oder Quarantänepflicht bei Einreise

Noch Anfang August hatte es Albanien auf unsere Liste der Urlaubsländer mit der niedrigsten Inzidenz in Europa geschafft. Zu diesem Zeitpunkt betrug die 7-Tage-Inzidenz noch 8,5. Auch in Serbien war die Inzidenz mit 31 vergleichsweise niedrig, das Land schlitterte jedoch an einem Listenplatz vorbei. Auffällig war, dass vor allem osteuropäische und südosteuropäische Länder auf der Liste landeten. Inzwischen hat sich dieser Trend zumindest auf dem Balkan jedoch komplett ins Gegenteil verkehrt.

So begann noch Anfang August ein in Albanien exponentieller Anstieg, die 7-Tage-Inzidenz von Tag zu Tag höher trieb. Erst heute hat der Anstieg zum ersten Mal seit rund einem Monat angehalten – da der Wert gestern bei 209 lag und heute bei 207,8 liegt.

Albanien ist eines der Länder, das keine Test- oder Quarantänepflichten bei der Einreise verlangt. Dennoch gelten in Innenräumen Hygiene-Gebote und Maskenpflicht. Die strengste Maßnahme dürfte derzeit die nächtliche Ausgangssperre sein. Von 23 – 6 Uhr dürfen Einwohner ihre Häuser und Wohnungen nicht verlassen. Entsprechend müssen Touristen in ihren Unterkünften bleiben.

Serbien – keine Quarantäne, aber Testpflicht auch für Geimpfte

In Serbien ist die Anstiegskurve ähnlich wie in Albanien gestiegen. Zwar lag die 7-Tage-Inzidenz Anfang August etwa bei einem Wert von 30, dafür ist hat sie mittlerweile aber auch schon den Wert von 274 erreicht und liegt damit noch höher als in Albanien.

Anders als in Albanien gelten jedoch einige Einreisebeschränkungen in Serbien. So müssen alle Einreisenden ihre Reise zuvor anmelden. Das Online-Formular fragt hierbei vorige Aufenthaltsländer, persönliche Daten, Kontaktdaten und den Gesundheitsstatus ab. Zudem gibt es die Ausnahme, dass Einreisende, die über den Landweg nach Serbien kommen, keine Tests oder andere Nachweise vorlegen müssen. Allerdings nur wenn sie eine gültige Aufenthaltserlaubnis in Serbien haben.

Geimpfte müssen ebenfalls keinen Test vorlegen. Jedoch erkennt Serbien, die Impfung nur an, wenn sie in bestimmten Ländern durchgeführt worden ist. Wie das Auswärtige Amt Deutschlands bekannt gibt, gehört Deutschland nicht zu diesen Ländern. In den meisten Fällen bei Einreise per Flug wird also für Deutsche ab einem Alter von 12 Jahren ein Test fällig. Die serbischen Behörden akzeptieren dabei PCR-, LAMP- und TMA-Tests. Eine Quaratänepflicht gibt es jedoch nicht.

Vor Ort gibt es in Serbien wenig Einschränkungen. Zwar gelten auch hier Hygiene-Gebote und Maskenpflicht in Innenräumen, aber dafür dürfen Geschäfte und Gastronomie weitestgehend ohne Einschränkungen ihren Betrieb aufnehmen, insofern Abstandsgebote eingehalten werden können.

Einreiseregelungen aus Hochrisikogebieten nach Deutschland

Die Nachweispflicht (3-G-Regel) gilt für die Einreise mittlerweile grundsätzlich. Aus Hochrisikogebieten muss jedoch zuvor eine Einreiseanmeldung erfolgen. Zudem fällt eine Quarantänepflicht von 10 Tagen an. Wobei sie für Kinder unter 12 Jahren nur 5 Tage dauert. Mit entsprechendem Nachweis (3-G) bei den Behörden können auch Erwachsene die Quarantäne nach dem fünften Tag beenden.

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Neu auf der Liste der Hochrisikogebiete befinden sich neben den beiden Balkan-Ländern auch Aserbaidschan, Guatemala, Japan, die Palästinensischen Gebiete und Sri Lanka.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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