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Ryanair fordert EU-Kommission auf, staatliche Subventionen für Air France zu verbieten

| von Michael Sprick

Ryanair fühlt sich durch die Subventionen für seine Konkurrenten in ganz Europa stark benachteiligt. Anlässlich des zweiten Subventionspakets für Air France findet das Unternehmen kämpferische Worte.


Ryanair fordert EU Kommission auf, staatliche Subventionen für Air France zu verbieten

Ryanair hat heute die Europäische Kommission dazu aufgefordert, staatliche Subventionspläne für Air France zu verbieten. Aus Sicht von Ryanair handelt es sich dabei  um “diskriminierende staatliche Beihilfen der französischen Regierung für Air France”, wie aus Ryanairs Pressemeldung hervorgeht

Des Weiteren bezeichnet Ryanair Air France als “chronisch ineffiziente Fluggesellschaft”, die zudem bereits ein “gigantisches Subventionspaket in Höhe von 7 Milliarden Euro im Jahr 2020 erhalten” hat.

Es ist nicht das erste Mal seit der Pandemie, dass Ryanair die staatliche Bevorzugung seiner Mitbewerber beklagt. Auch die staatlichen Kredite, die beispielsweise Lufthansa erhalten hat, wurden von Ryanair ins verbale Kreuzfeuer genommen. Als Folge des nun zweiten Subventionspakets könnte Air France 24 Startplätze an andere Fluggesellschaften abgeben. Das kommentierte ein Sprecher von Ryanair folgendermaßen:

“Entweder erhält Air France keine staatlichen Beihilfen oder es müssen angemessene Maßnahmen ergriffen werden, um faire und gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Fluggesellschaften zu gewährleisten. Dies muss beinhalten, dass Air France Kapazitäten an wichtigen französischen Flughäfen aufgibt. Die in einigen Medienberichten erwähnten 24 täglichen Slots in Paris Orly reichen nicht aus. Die Kommission muss noch weiter gehen.”

Ryanair sei dazu bereit, einige oder alle dieser Kapazitäten zu übernehmen. Damit es einen sinnvollen Wettbewerb und eine Alternative gegenüber Air France gäbe. Zudem würde es französischen Passagieren den Zugang zu niedrigeren Preisen ermöglichen.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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