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Ryanair führt Verfahren ein, um Kunden „vor Online-Reisebüros zu schützen“

| von Michael Sprick

Ryanair führt neue Funktionen auf seiner Website ein, um "Kunden vor Online-Reisebüros zu schützen". Mit Preisvergleichen und Verifikationssiegel will Ryanair Passagiere dazu bringen auf der eigenen Website zu buchen.


Ryanair führt Verfahren ein, um Kunden "vor Online Reisebüros zu schützen"

Ryanair hat zwei neue Verfahren aufgenommen, um Kunden „vor Online-Reisebüros zu schützen“, wie es in einer Pressemeldung der Airline heißt. Es handelt sich um ein Preisvergleichstool und ein Verifikationssiegel.

Kunden sollen direkt bei Ryanair buchen

Die Fluggesellschaft hat diese beiden neuen Tools eingeführt, „Kunden vor Online-Reisebüros („Online Travel Agents“, OTAs) zu schützen“. Diese würden Kunden möglicherweise zu viel berechnen, fehlerhafte Kundendaten angeben und verhindern, dass Ryanair direkt mit den Passagieren in Kontakt tritt“.

Mit dem Preisvergleichstool können Reisende die Preise der Reisebüros mit dem Ryanair-Preis bei einer direkten Buchung bei Ryanair vergleichen.

„Kunden können nun klar erkennen, wo Online-Reisebüros … einen Aufschlag für ihre Flüge und Zusatzprodukte berechnet haben“, erklärt die Fluggesellschaft.

Mehr Transparenz und Verifikation

Darüber hinaus hat Ryanair ein neues zertifiziertes Siegel eingeführt. Dies soll Reisenden versichern, dass sie über die Website oder App der Fluggesellschaft buchen.

Auf diese Weise können die Kunden überprüfen, ob die Website, auf der sie buchen, das zertifizierte Siegel zeigt, und wenn nicht, wissen sie, dass sie über eine nicht von Ryanair autorisierte Website buchen.

Das zertifizierte Siegel wird mit einem Häkchen angezeigt und ist nur auf der Website Ryanair.com und der Ryanair-App sichtbar.

Dara Brady, Marketingdirektorin von Ryanair, erklärt, dass „diese beiden neuen Optionen den Kunden helfen werden, den Ärger bei der Buchung mit Online-Reisebüros zu vermeiden, die möglicherweise zu hohe Preise verlangen, indem sie falsche Kundeninformationen bereitstellen, so dass der direkte Kontakt zwischen Ryanair und dem Passagier vermieden wird“.

Vorgehen gegen Reisebüros geht Streit um Rückzahlungen voraus

Ryanairs Einführuung ieser neuen Funktionen erfolgt, nachdem es in Irland einen großen Zwist zwischen Ryanair und Reisebüros gab. Dabei soll die Fluggesellschaft Rückerstattungen in Höhe von insgesamt 20 Millionen Euro zurückgehalten haben. Ryanair behauptet, dass es inzwischen alle Rückerstattungen geleistet habe. Noch immerfordern aber viele Ryanair-Kunden ihr Geld zurück.

Ryanair hat daran erinnert, dass es keine kommerziellen Vereinbarungen mit Online-Reisebüros für den Verkauf von Flügen hat. „Jegliche Nutzung der Ryanair.com-Website zu kommerziellen Zwecken des Weiterverkaufs unserer Flüge ist durch unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen strengstens untersagt“, erklärt die Fluggesellschaft.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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