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Ryanair testet Smartphone-Bestellungen für Onboard-Services

| von Michael Sprick

Ryanair testet zurzeit Smartphone-Bestellungen für Onboard-Verkäufe, um Social-Distancing bei Onboard-Verkäufen zu verbessern.


Ryanair testet Smartphone Bestellungen für Onboard Services

Für Ryanair ist die Corona-Krise zu einer besonderen Herausforderung geworden. Profite nehmen Low-Cost-Flieger nämlich durch Upselling ein. Also Verkäufe von zusätzlichen Services und Produkten vor und während eines Fluges.

Manche Upsell-Optionen erweisen sich als resilient

Bei einer Online-Konferenz des Centres of Aviation gab der CEO von Ryanair, Eddie Wilson, Einblicke in das derzeitige Geschäft der Fluggesellschaft. Der Verkauf von manchen Extra-Services sei stabil geblieben. Dazu gehören zum Beispiel die Sitzplatzwahl und die Gepäckmitnahme an Bord. 

Während der Pandemie würden Passagiere gerne Kontrolle haben, ob sie neben anderen Passagieren sitzen oder nicht. Bei Landung würden sie dagegen so schnell wie möglich aus dem Flugzeug gelangen. Entsprechend buchen sie ihre Sitze schon im Voraus und sind bereit, dafür höhere Preise in Kauf zu nehmen.

Onboard-Verkäufe gestalten sich schwierig

Doch Verkäufe während eines Fluges, die für Low-Cost-Flieger wie Ryanair ebenfalls wichtig sind, seien stark gesunken. Wilson kündigte bei der Konferenz deshalb an, dass das Unternehmen in Zukunft auf digitale Lösungen für Onboard-Verkäufe setzen würde.

Er sprach dabei von mehreren Initiativen. Unter anderem von einer “WiFi-Lösung”, mit der Passagiere “ihre eigenen Geräte nutzen” und von “ihren Sitzplätzen aus bestellen könnten”. Dies würde dem “New Normal”-Standard gerecht. Leute müssten sich dadurch weniger häufig in den Kabinen aufhalten und bewegen.

Derzeit testet Ryanair diese neue Initiative auf seinen Flügen. Für wie lange die Fluggesellschaft diese testet und auf welchen Flügen, ist für die Öffentlichkeit nicht einsehbar. Je nachdem, wie die Tests verlaufen, könnte Ryanair sie schon Anfang nächstes Jahr auf die gesamte Flotte erweitern.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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