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Ryanair verweigert Beförderung von Passagieren, wenn sie COVID-Erstattungen nicht zurückzahlen

| von Michael Sprick

Ryanair verweigert Passagieren die Beförderung, wenn sie COVID-Erstattungen nicht zurückzahlen.


Ryanair verweigert Beförderung von Passagieren, wenn sie COVID Erstattungen nicht zurückzahlen
Boarding eines Ryanair-Flugzeugs. Bildnachweis: Unsplash / Markus Winkler

Ryanair verlangt Berichten zufolge von seinen Fluggästen die Rückzahlung von Erstattungen für Flüge, die sie während der Sperrung nicht antreten konnten. Ohne diese Rückzahlungen würde die Fluggesellschaft ihren Kunden weitere Beförderungen verweigern, wie das Finanzratgeber-Portal MoneySaving Expert zuerst berichtete.

Ryanair verweigert Kunden, die Geld zurückerhielten, Boarding

Dem Bericht zufolge erlaubt die Fluggesellschaft den Fluggästen zwar, umzubuchen, verbietet ihnen aber das Boarding. Sie sollten zuerst die Rückzahlungen vollziehen.

Die Fluggesellschaft weigerte sich, Tausenden von Kunden die Kosten für Flüge zu erstatten, die während der Sperrung durchgeführt wurden, obwohl ein Verbot für internationale Reisen bestand. Die Debatte um diese Rückzahlungen beschäftigte Medien schon Anfang des Jahres.

Ryanairs Praxis von Leerflügen

In Folge der internationalen Sperre für Flüge führte Ryanair die Leerflüge durch. So konnte die Airline darauf bestehen, dass die Flüge stattfanden und hatte somit einen Grund in der Hand, den Fluggästen ihre Buchungsbeträge nicht zurückzuerstatten.

Statt die Kunden direkt zu befödern, gab Ryanair den Kunden die Möglichkeit, ihre Flüge auf ein späteres Datum umzubuchen. Jedoch konnten auch viele ihr Geld erfolgreich über ihr Rückbuchungsverfahren für Debit- oder Kreditkarten zurückerhalten.

Ryanair verlangt Rückzahlung des Geldes

Dem Bericht des Finanzblogs MoneySaving Expert zufolge verlangt Ryanair jedoch von diesen Passagieren die Rückzahlung des Geldes, wenn sie bei der Fluggesellschaft neue Flüge gebucht haben.

Ein Bericht des Telegraph zitiert einen Passagier, dem Ryanair gesagt haben soll, er könne nie wieder mit Ryanair fliegen, wenn er nicht 680 Pfund (rund 800 Euro) für Hin- und Rückflüge nach Frankreich zurückzahle. Diese Flüge konnte er im Januar aufgrund des internationalen Reiseverbots nicht antreten.

Der Kunde hatte über seine American-Express-Karte eine Rückerstattung für die im Januar 2020 gebuchten Flüge erhalten. Doch nachdem er im Januar erneut bei Ryanair gebucht hatte, verweigerte die Airline die Beförderung. Er erhielt die Mitteilung, dass er erst wieder fliegen dürfe, wenn er die 680 Pfund (rund 800 Euro) zurückgezahlt habe.

Ryanair behält sich nach eigenen Angaben in seinen Geschäftsbedingungen das Recht vor, Kunden, die Geld schulden, den Flug zu verweigern. In den Bedingungen heißt es, dass dies zutreffe, wenn die Zahlung „nicht eingelöst, verweigert oder uns in Rechnung gestellt wurde“.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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