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Ryanair zu Entschädigungen in Millionenhöhe verurteilt

| von Michael Sprick

Ryanair wurde dazu verurteilt, Kunden zu entschädigen, die durch streikbedingte Flugausfälle Verluste erlitten haben.


Ryanair zu Entschädigungen in Millionenhöhe verurteilt

Der oberste Gerichtshof des Vereinigten Königreichs hat Ryanair angewiesen, Kunden zu entschädigen, die ihre Flüge aufgrund von Streiks nicht antreten können. Das meldete die BBC.

Flüge fielen 2018 wegen Streiks aus

Der High Court hat entschieden, dass Tausende von Menschen, die von Annullierungen oder Verspätungen während des Streiks der Piloten und des Kabinenpersonals im Jahr 2018 betroffen waren, Entschädigungen erhalten sollten. Die genaue Höhe der Zahlungen geht aus den Medienberichten nicht hervor. Offenbar handelt es sich um einen Betrag von mehreren Millionen Euro.

Ryanair hatte zuvorargumentiert, dass „außergewöhnliche Umstände“ vorlägen, sodass sie nicht zahlen müsse. Doch die Civil Aviation Authority ging gerichtlich gegen diese Handhabung von Ryanair vor. Sie argumentierte, dass die Passagiere nach EU-Recht Anspruch auf Entschädigung hätten.

Entschädigung nach EU-Recht

Da sich der Vorfall 2018 ereignete und Großbritannien zu diesem Zeitpunkt noch zur EU gehörte, hat der High Court den Fall dem EU-Recht nach entschieden. In der EU sind Fluggäste in vielen Fällen berechtigt, eine Entschädigung zu erheben. Zum Beispiel, wenn Flüge um drei Stunden oder mehr verspätet sind oder wenn sie den Flug unverschuldet nicht antreten können.

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Die Streik-Fälle von 2018 sind nicht die einzigen, in denen Kunden bzw. Partner von Ryanair Forderungen gegen die irische Discount-Fluggesellschaft stellen. Im Februar forderten irische Reisebüros schätzungsweise etwa 20 Millionen Euro von Ryanair, um Buchungen ihrer eigenen Kunden zurückerstatten.

Auch englische Reisebüros fordern noch immer ihr Geld zurück. Simpson Travel hat sich vergangene Woche mit einer Spenden-Kampagne auf den Fall aufmerksam zu machen.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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