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Sansibar: Touristen vor „öffentlicher Nacktheit“ gewarnt

| von Michael Sprick

An öffentlichen Orten auf Sansibar müssen Touristen ihren Körper von den Schultern bis zu den Knien bedecken. Ansonsten drohen hohe Strafen.


Sansibar: Touristen vor "öffentlicher Nacktheit" gewarnt

Die Tourismusministerin von Sansibar, Lela Mohammed Moussa, sagte gegenüber CNN, dass die Behörden Strafen und Bußgelder an Touristen verhängen, die sich nicht an die Kleiderordnung des Landes halten. An sich sind die Regeln nicht neu, aber Moussa wies darauf hin, dass in letzter Zeit wieder vermehrt Verstöße auftraten:

„An öffentlichen Orten auf Sansibar müssen Touristen ihren Körper von den Schultern bis zu den Knien bedecken. Das ist nichts Neues. Es ist die Pflicht der Gäste, die Kultur und die Verhaltensregeln auf der Straße zu verstehen“, sagte der Minister.

Je nach Schwere des Vergehens können dabei hohe Geldstrafen drohen. Touristen selbst sind von Strafen offenbar selbst jedoch ausgenommen. Es sei Aufgabe der Reiseveranstalter und der Reiseführer dafür zu sorgen, dass Touristen sich an die Kleiderordnung halten. Die Strafen belaufen sich auf 590 – 840 Euro für Reiseführer (700 – 1000 US-Dollar). Veranstaltern drohen sogar Strafen von bis zu 1680 Euro (2000 US-Dollar).

Tatsächlich findet sich diese für unseren Kulturkreis strenge Kleiderordnung in den offiziellen Tipps der Kommission für Tourismus von Sansibar. Es ist nur ein Teil von mehreren Sittenordnungen:

  • Badeanzüge und kurze Kleider sind auf Hotel und Resort Anlagen beschränkt.
  • Das Einnehmen von Alkohol in der Öffentlichkeit kann die Einwohner beleidigen.
  • Nacktheit am Strand ist nicht erlaubt.
  • Küssen in der Öffentlichkeit oder der Ausdruck von Zärtlichkeit ist in Sansibar nicht üblich.
  • Fotografieren der Bewohner ohne ihre Einwilligung wird als beleidigend angesehen.
  • Militär oder Sicherheitsgebiete dürfen nicht fotografiert werden.
Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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