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SAS schafft Maskenpflicht auf Flügen innerhalb von Skandinavien ab

| von Michael Sprick

SAS ist die weltweit erste Fluggesellschaft, die die Maskenpflicht abschafft. Die Maßnahme gilt schon ab Montag, den 18. Oktober nicht mehr.


SAS schafft Maskenpflicht auf Flügen innerhalb von Skandinavien ab
A320 der SAS. Bildnachweis: Unsplash / Miguel Ángel Sanz

Die europäische Fluggesellschaft Scandinavian Airlines (SAS) hat angekündigt, dass Passagiere, die innerhalb von Schweden, Dänemark und Norwegen fliegen, keine Gesichtsmasken mehr benötigen. Die Regelung tritt ab Montag, dem 18. Oktober, in Kraft, wie die Fluggesellschaft bekannt gibt.

Airline ist weltweit die Erste, die diesen Schritt verfolgt

Das Flaggschiff der drei nordischen Länder ist die erste, große Fluggesellschaft weltweit, die diese Maßnahme für alle Passagiere abschafft. Fluggesellschaften auf der ganzen Welt hatten diese Maßnahme in den ersten Monaten der Pandemie eingeführt. Bis heute gilt sie als unverzichtbar, um die Verbreitung von COVID-19 an Bord zu verhindern.

„Aufgrund der Öffnung der Gesellschaften und allgemeiner Empfehlungen der Behörden in Skandinavien hebt SAS ab dem 18. Oktober 2021 die Pflicht zur Verwendung von Gesichtsmasken auf Flügen innerhalb Skandinaviens auf“, so die Fluggesellschaft in der Erklärung.

Maskenpflicht fällt nur auf Flügen innerhalb von Skandinavien weg

Auf internationalen Flügen außerhalb Schwedens, Dänemarks und Norwegens mit SAS ist der Mundschutz jedoch weiterhin erforderlich.

„SAS wird den Empfehlungen (der Europäischen Agentur für Flugsicherheit) bezüglich der obligatorischen Verwendung von Gesichtsmasken auf anderen SAS-Flügen außerhalb Dänemarks, Norwegens und Schwedens folgen“, teilte die Fluggesellschaft weiter mit. „SAS hält die Pflicht zum Tragen von Gesichtsmasken an Bord von Flügen zu anderen europäischen und interkontinentalen Zielen bis auf weiteres aufrecht“.

Nach Angaben von Our World in Data liegen die Impfquoten der Ländernoch unterhalb des Ziels,80 Prozent der Bevölkerung zu impfen. So sind in Schweden 66,8 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft, in Norwegen 76,7 Prozent und in Dänemark 76,8 Prozent der Bevölkerung.

Skandinavischer Umgang mit der Pandemie grundsätzlich freier

Die skandinavischen Länder werden wegen ihres vom Rest Europas abweichenden Ansatzes im Umgang mit der Pandemie quasi seit Beginn der Pandemie diskutiert. Im Gegensatz zu den meisten anderen Gesundheitsbehörden weltweit sprachen sich zum Beispiel die dänischen Gesundheitsbehörden bereits im Juni gegen die Maskenpflicht im öffentlichen Bereich aus.

Diese hielten an der Auffassung fest, dass diese kontraproduktiv sein können. So könnten sie ein falsches Gefühl der Sicherheit vermitteln und die Menschen dazu bringen, die soziale Distanzierung zu vergessen.

Folgen weitere Airlines in Europa?

Ob sich die skandinavische Entwicklung bald auch im Rest Europas durchsetzt, ist fraglich. Denn die skandinavischen Länder verfolgen schon seit längerem ihre besonders freiheitliche Politik in Sachen Covid-Maßnahmen. Die Politik der meisten Länder orientiert sich dabei daran, die Impfquoten auf über 80 Prozent steigen zu lassen.

Jedoch geben sich die Regierungen derzeit zumindest in Deutschland im Großen und Ganzen noch zurückhaltend mit Lockerungen. Grund dafür ist die bevorstehende Ansteckungssaison. Dabei soll nicht nur Covid ein weiter anhaltendes Problem sein, sondern auch die Grippe, von der viele Experten erwarten, dass sie problematisch verlaufen könnte. In Deutschland ist die Maskenpflicht Ländersache.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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