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Schweiz hebt Quarantänepflicht für Hochrisikoländer auf und verschärft Testregime

| von Michael Sprick

Die Schweiz ändert ihre Strategie zur Eindämmung des Coronavirus und der Omikron-Variante. Die Quarantänepflicht fällt aus Hochrisikogebieten weg, dafür kommt eine strengere Testpflicht - unabhängig vom Impfstatus.


Schweiz hebt Quarantänepflicht für Hochrisikoländer auf und verschärft Testregime
Kandersteg, Schweiz. Bildnachweis: Unsplash / Matt Foster

Die Schweiz hat die Anforderung einer 10-tägigen Quarantäne für Einreisende aus Ländern der Roten Liste aufgehoben. Deutschland steht zwar nicht auf der Liste, dafür aber Großbritannien und die Niederlande.

Schweiz reagiert auf Omikron-Variante

Allerdings müssen alle Einreisenden vor der Einreise einen negativen PCR-Test und zwischen dem vierten und siebten Tag nach der Ankunft entweder einen PCR- oder einen Antigentest vorweisen. Ausnahmen für Geimpfte oder Genesene gibt es dabei nicht. Die neue Maßnahme ist eine Reaktion auf das Aufkommen der Omikron-Variante, gegen die aktuelle Impfstoffe offenbar weniger schützen.

«Mit diesem Test wird sichergestellt, dass infizierte Personen, die sich kurz vor oder während der Reise mit dem Virus angesteckt haben, erkannt werden», heißt es von der Regierung. Die Kosten tragend die einreisenden Personen dabei selbst.

Auch andere Maßnahmen wieder verschärft

Der Schritt ist Teil einer Reihe von Maßnahmen, mit denen die Schweiz versucht, die Ausbreitung von Covid einzudämmen. Dazu gehören die Verwendung von Impfpässen, ein umfassenderes Gebot zum Tragen von Masken und die Aufforderung, von zu Hause aus zu arbeiten.

In einer Erklärung heißt es: „Um die Einreise der neuen Omicron-Variante weiterhin so weit wie möglich zu verhindern, gilt ab sofort für alle Einreisenden in die Schweiz ein strengeres Testsystem. „Zusätzlich zu einem PCR-Test vor der Einreise muss ein zweiter Test (PCR-Test oder Antigen-Schnelltest) zwischen dem vierten und siebten Tag nach der Einreise durchgeführt werden.

„Dieser Test stellt sicher, dass infizierte Personen, die sich kurz vor oder während der Reise mit dem Virus angesteckt haben, erkannt werden. Die Kosten für den Test müssen vom Reisenden getragen werden.

Neue Regelung gilt bereits ab Samstag

Die neue Regelung für Hochrisikoländer gilt bereits ab nächsten Samstag, den 4. Dezember. Allerdings bleibt die Quarantänepflicht für Virusvariantengebiete bestehen. Zuvor hatte die Schweiz bestätigt, dass Reisende, die in andere Länder weiterreisen, nicht unter Quarantäne gestellt werden müssen, wenn sie weniger als 24 Stunden im Land bleiben.

Angehörigen von Drittstaaten außerhalb des Schengenraums, die sich für 90 Tage (im Zeitraum von 180 Tagen) in der Schweiz ohne Erwerbstätigkeit aufhalten wollen, ist die Einreise derzeit nicht gestattet. Ausnahmen gibt es nur in gewissen Härtefällen. Damit sind vor allem touristische und Besuchsreisen von der Sperre betroffen.

Aufenthalte ohne Erwerbstätigkeit bis zu 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen – abgesehen von gewissen Ausnahmen (Härtefälle) – verweigert.

Deutschland erklärt Schweiz zum Hochrisikogebiet

Aus deutscher Sicht gilt allerdings die Schweiz selbst wieder als Hochrisikogebiet. Damit folgt die Schweiz seinem Nachbarland Österreich in den Hochrisikostatus. Derzeit beträgt die 7-Tage-Inzidenz im Land 641,1, wie der ADAC angibt.

Die Nachweispflicht (3-G-Regel) gilt für die Einreise mittlerweile grundsätzlich. Aus Hochrisikogebieten muss jedoch zuvor eine Einreiseanmeldung erfolgen. Zudem fällt eine Quarantänepflicht von 10 Tagen an. Wobei sie für Kinder unter 12 Jahren nur 5 Tage dauert. Mit entsprechendem Nachweis (3-G) bei den Behörden können auch Erwachsene die Quarantäne nach dem fünften Tag beenden.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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