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So will das Start-up European Sleeper den Nachtzugmarkt aufmischen

| von Michael Sprick

European Sleeper ist gerade einmal in Jahr alt. Doch das niederländische Start-up will bereits in diesem Jahr durchstarten und den europäischen Nachtzugmarkt aufmischen.


So will das Start up European Sleeper den Nachtzugmarkt aufmischen
Das Startup setzt zunächst auf Regiojets. Bildnachweis: European Sleeper

Das Unternehmen European Sleeper Coöperatie U.A, genannt European Sleeper, ist ein niederländisches Unternehmen, welches im April 2022 mit internationalen Nachtzugverbindungen auf den Markt kommen möchte. Das Ziel des jungen Start-ups ist es die Reiseform des Nachtszuges in Europa als ökologische Alternative zu Kurzstreckenflügen zu etablieren.

Unternehmensaufbau

Euuropean Sleeper ist gerade einmal ein Jahr alt. Im Januar 2021 gründeten es die beiden Unternehmer Elmer van Buuren und Chris Engelsman in Amsterdam. Im Mai desselben Jahres begannen sie mit der Suche nach Investoren, dafür nutzten sie die online Plattform Eyevestor. Bereits am ersten Tag waren von dem benötigten Startkapital von 500.000 Euro bereits 300.000 Euro investiert.
Der Betrieb soll zunächst mit gemieteten Zügen beginnen, wenn sich ein Unternehmenserfolg einstellt und eine Etablierung auf dem Markt absehbar ist, möchte das Unternehmen auf eigene Züge umstellen.

Geplante Zugverbindungen

European Sleeper sieht sich nicht als neuer Konkurrent auf dem bestehenden Markt der Nachtzugverbindungen, daher plant das Unternehmen auch keine Zugverbindungen auf Strecken, wo bereits andere Anbieter dieses Angebot bereits bedienen.

Die erste geplante Strecke soll Brüssel und Prag verbinden. Dabei fährt der Zug folgende Bahnhöfe an Antwerpen, Roosendaal, Rotterdam, Amsterdam, Hannover, Berlin, Dresden, Bad Schandau, Děčín und Ústí. 300 bis 400 Reisende soll der Zug beherbergen. Die Reisezeit vom Start zum Endpunkt der besagten Verbindung soll ca. 12 Stunden betragen. Dabei stehen sowohl Schlaf- als auch Sitzplätze zur Verfügung.

Die Planung sieht eine Erweiterung der ersten Strecke vor, Ostende und Warschau sollen die Start- und Zielstädte sein. Dabei soll bis Berlin ein Zugteil des Zuges nach Prag genutzt werden.

Partner

Für die ersten Strecken ist eine Zusammenarbeit mit RegioJet, einem tschechischen Eisenbahnverkehrsunternehmen geplant. Dieses soll die Bespannung und den Boardservices in Deutschland und Tschechien übernehmen. In Belgien soll diese Aufgaben an das Unternehmen SNCB übergeben werde, während im Heimatland der Niederlande noch nach einem Eisbahnverkehrsunternehmen, kurz EVU, gesucht wird.

Organisation

Der Zugbetrieb ist noch nicht gestartet, daher ist die Organisation, wie zum Beispiel der Ticketverkauf, die Bezahlmöglichkeiten etc. noch nicht abgeschlossen, aber das Unternehmen verfügt auch jetzt bereits über eine moderne Webseite und ist auf Social Media Plattformen verfügbar und wird darüber in den nächsten Monaten über weitere Planungen und Möglichkeiten informieren.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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