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Spanien führt Maskenpflicht an Stränden ein

| von Michael Sprick

Spanien verschärft seine Maskenpflicht. Damit gilt sie nun auch an Stränden - unabhängig vom Sicherheitsabstand zu anderen Personen.


Spanien führt Maskenpflicht an Stränden ein

Die Regierung von Pedro Sánchez hat beschlossen, die Maskenpflicht zu verschärfen. Das meldete El Dia heute. Masken müssen in Spanien demnach zu jeder Zeit am Strand getragen werden. Die Pflicht gilt sogar unabhängig davon, ob es einen Sicherheitsabstand zwischen Personen gibt.

Ausnahmslose Maskenpflicht – keine regionalen Ausnahmen mehr

Die Verwendung der Masken wird für alle Personen über sechs Jahren verpflichtend sein. Damit gilt die Maskenpflicht in jedem öffentlichen Raum, im Freien und an jedem geschlossenen Ort, der für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Das neue Gesetz soll auch regionale Ausnahmen und Modifikationen abschaffen. Bisher konnten die autonomen Gemeinschaften diese legal durchsetzen. Mit dem neuen Gesetz gilt das Gesetz wohl in ganz Spanien. Zudem ahnden die Behörden Verstöße laut Preferente.com mit Geldstrafen von 100 Euro.

Selbst bei Sicherheitsabstand gilt Maskenpflicht

Selbst bei einem Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern, wird die Maske in Spanien nun Pflicht sein. Nur bei Atembeschwerden und im Freien auch sportlich Aktive sind vom Tragen von Masken befreit. Dem Bericht von El Dia nach soll die Maskenpflicht also auch beim Sonnen am Strand Pflicht sein.

Dem widerspricht allerdings die News Seite Catalan News. Sie lässt den Leiter des katalanischen Gesundheitsamtes, Xavier Llebaria, zu Wort kommen. Dieser sagte, die Regeln würden mit „gesundem Menschenverstand angewendet. „Offensichtlich“ gelte die Maskenpflicht laut ihm nicht beim Schwimmen und beim Sonnen am Strand.

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Was also gilt, scheint in Spanien – zumindest regional -, noch nicht abschließend geklärt zu sein. Das ist wohl auch eine Folge der traditionell starken Autonomie von Regionen wie Katalonien.

Dass die Behörden es auch an Urlaubsorten wie Mallorca mit den Beschränkungen ernst meinen, lässt sich auch daran erkennen, dass die dortigen Behörden Drohnen getestet haben, um die Maßnahmen zu überwachen.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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