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Spanien schnürt 11 Mrd. Euro Hilfspaket für Wirtschaft

| von Michael Sprick

Spanien schnürt ein 11 Mrd. Euro umfassendes Hilfspaket, um Unternehmen zu helfen, die von den Auswirkungen der Pandemie direkt betroffen waren.


Spanien schnürt 11 Mrd. Euro Hilfspaket für Wirtschaft

Der spanische Präsident hat bei einer Parlamentsversammlung angekündigt, dass die Regierung in den kommenden Wochen ein Hilfspaket schnüren wird, das 11 Mrd. Euro umfasst. Es ist für Unternehmen gedacht, deren Geschäftsbetrieb direkt von der Pandemie betroffen ist. 

Sánchez gab nicht an, wie diese Hilfen konkret angewendet werden sollen.  Sie soll aber sowohl großen und kleinen Unternehmen sowie auch Selbstständigen zur Verfügung. Auch ist noch nicht klar, ob die Hilfen auch Kommunen zur Verfügung stehen werden, die bereits Hilfe aus regionaler oder kommunalen Kassen erhalten haben, wie sie zum Beispiel auf den Kanaren geplant sind.

Hilfe soll wirtschaftliche Aktivität für den Sommer wiederherstellen

„Es ist eine beträchtliche Menge an Ressourcen, um während der harten vor uns liegenden Wochen, weiterhin Sektoren zu unterstützen, die vor der Pandemie wettbewerbsfähig waren und sich jetzt in einer extrem schwierigen Situation befinden“, sagte er.

Die Exekutive hofft, dass diese 11 Milliarden „die Solvenz der Unternehmen stärken wird. Sodass „sie so ihre wirtschaftliche Aktivität wieder aufnehmen, die notwendigen Investitionen tätigen und die nötigen Arbeitskräfte einstellen können, um den Aufschwung mit voller Kraft zu beginnen“.

„Eine noch nie dagewesene Schutzmaßnahme”

Sanchez betont, dass die Regierung seit Beginn der Pandemie 20 % des BIP in „noch nie dagewesenen Schutzmaßnahmen” aufgewendet hat. „Allein die Zahlung von Löhnen und Leistungen beläuft sich auf etwa 40 Milliarden Euro an direkter Hilfe“, sagte Sanchez.

Zuvor war der Druck aus verschiedenen Branchen immer größer geworden. Vor allem das Hotelgewerbe auf den Balearen litt unter ausbleibenden Hilfen, was zu einer inselweiten Protestaktion führte. Mit der Einrichtung der Tourismuskorridore erhoffen sich alle tourismusabhängigen Geschäfte, sich wieder erholen zu können.

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Michael Sprick
Autor: Michael Sprick

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.