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Spanien stuft Deutschland als Risikogebiet ein – doch Beschränkungen sind locker

| von Michael Sprick

Spanien stuft Deutschland wieder als Risikogebiet ein. Damit tritt wieder eine Nachweispflicht (3-G) für Einreisen nach Spanien in Kraft.


Spanien stuft Deutschland als Risikogebiet ein doch Beschränkungen sind locker
Sonniger Tag in Sevilla. Bildnachweis: Unsplash / Harrisson Fitts

Die spanische Regierung hat heute ganz Deutschland zum Risikogebiet erklärt. Zuvor waren nur die fünf Bundesländer Berlin, Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Schleswig-Holstein sowie zuvor schon Hamburg Risikogebiete aus spanischer Sicht.

Die Einstufung erfolgt aufgrund steigender Infektionszahlen in ganz Deutschland. Zwar sind die Infektionszahlen in manchen Bundesländern – vor allem in Ostdeutschland noch sehr niedrig – maßgeblich sind jedoch die nationalen Kennzahlen.

Spanien erklärt Deutschland zum Risikogebiet

Die neue Liste, die neben Deutschland noch 22 weitere europäische Länder umfasst, gilt ab dem 23. August. Vorerst ist sie bis zum 29. August gültig, da das spanische Gesundheitsamt ähnlich wie das deutsche Gesundheitsministerium wöchentlich die relevanten Daten der Länder überprüft.

Ähnlich wie in Deutschland ordnet das spanische Gesundheitsamt auch die Länder nach Infektionsrate, Inzidenz und Testrate sowie Hospitalisierungen ein. Es folgt dabei jedoch der Einschätzung der European Centers for Disease Control (ECDC). Die Ordnung der Behörde enthält die Stufen grün, orange, rot und dunkelrot sowie grau. Deutschland gilt seit neuestem als orangenes Risikogebiet aus Sicht der ECDC.

Die Definitionen dafür gehen dabei aus einer Empfehlung des Rates der Europäischen Union hervor. Demnach gilt ein Gebiet als orange, „wenn die kumulative 14-Tage-Melderate für COVID-19-Fälle bei unter 50, die Testpositivitätsrate der
COVID-19-Tests jedoch bei 4 % oder mehr liegt oder wenn die kumulative 14-Tage-Melderate für COVID-19-Fälle zwischen 25 und 150, die Testpositivitätsrate der COVID-19-Tests jedoch bei unter 4 % liegt.“

Derzeit liegt die 14-Tage-Inzidenz bei 61,4 und die Posititvsärate bei 5,4, womit zwei Risikofaktoren in Deutschland bestehen. Dazu sei jedoch auch erwähnt, dass die Krankenhausaufenthalte (generell und wöchentlich) mit 0,8 pro 100.000 Einwohner im europäischen Vergleich niedrig sind.

Einreisebeschränkungen sind vergleichsweise locker

Mit der neuen Risikoeinstufung greifen jedoch wieder Einreisebeschränkungen, von denen die Deutschen bislang befreit waren. Einreisende müssen aus Deutschland wieder im Portal Spain Travel Health ihre Reise anmelden. Zudem fallen wieder Nachweise im Sinne der 3-G-Regel vor Einreisen aus Deutschland an.

Im Anbetracht, dass diese Einreisebeschränkungen in Deutschland mittlerweile generell gelten, sind sie noch vergleichsweise locker und entsprechen mittlerweile dem internationalen Standard. Vom Urlaub dürfte die neue Einstufung also die wenigsten abhalten. Zum einen ist die Impfrate in Deutschland vergleichsweise hoch und die Tests sind mit der Möglichkeit, Antigentests zu nutzen, erschwinglich bzw. sogar noch kostenlos.

Der Test darf beim Antigen-Test maximal 48 Stunden alt sein. Der PCR-Test ist mit 72 Stunden etwas länger gültig. Die Quarantänepflicht fällt komplett weg.

Umgekehrt hat Deutschland jedoch wieder die Hochrisikoeinschätzung einiger spanischer Regionen wieder aufgehoben. Dazu zählen Kastilien La Mancha, Asturien, Valencia, die Kanaren und Katalonien. Damit fällt die Quarantänepflicht weg, die Urlauber bei einer Rückkehr aus den Hochrisikogebieten ableisten müssen. Diese neue Regelung gilt für diese Regionen ab Dienstag, den 24.08.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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