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Spanien -Tourismusministerin: „könnten 2022 wieder Vorkrisen-Niveau erreichen“

| von Michael Sprick

UNWTO-Experten schätzen, dass es bis 2024 oder später dauern wird, bis sich der internationale Tourismus vollständig erholt. Fast die Hälfte der UNWTO-Experten schätzt, dass es bis 2024 oder später dauern wird, bis sich der internationale Tourismus vollständig erholt. Ab 2022 wird mit einer kräftigeren Erholung als der derzeitigen gerechnet, insbesondere im zweiten und dritten Quartal.


Spanien Tourismusministerin: "könnten 2022 wieder Vorkrisen Niveau erreichen"
Beliebte Strandpromenade La Barceloneta in Barcelona. Bildnachweis: Unsplash / Lucrezia Carnelos

Der internationale Reiseverkehr nach Spanien erholt sich schnell und könnte es dem Land ermöglichen, bis 2022 das Niveau der ausländischen Besucher vor der Pandemie zu erreichen, so die Tourismusministerin des Landes. Die Daten zeigen im September einen starken Anstieg der Ankünfte, wie Preferente meldet.

Vervierfachung im spanischen Tourismus im Vergleich zum Vorjahr

Die Zahl der ausländischen Touristen, die Spanien besuchten, hat sich im September im Vergleich zum Vorjahr mehr als vervierfacht. Die Ankünfte lagen bei fast 4,7 Millionen, wie Daten des Nationalen Statistikamtes zeigen. Für die spanische Tourismusministerin Reyes Maroto sind die Daten ein Beleg für die nachhaltige Erholung des Tourismussektors, wie Nexotur sie zitiert, zeigen die Daten, „dass wir uns in die richtige Richtung bewegen und dass die Erholung des spanischen Tourismussektors solide ist und sich Monat für Monat mit den offiziellen Daten, die wir kennen, konsolidiert.

Als treibende Kräfte für die Erholung nannte Maroto die natürlichen touristischen Attraktionen Spaniens und die hohe Durchimpfungsrate. Derzeit sind rund 80 % der Bevölkerung vollständig geimpft. In der Vergangenheit hatte sie erklärt, dass der ausländische Tourismus im Jahr 2021 nur die Hälfte des Niveaus vor der Pandemie erreichen werde. 2020 waren es dagegen nur rund 20% des Niveaus von 2019.

In Barcelona und Madrid war der September sogar erfolgreicher als 2019

Besonders positiv war die Entwicklung auch in den beiden Metropolen des Landes. Zum ersten Mal seit Beginn der Covid-19-Pandemie haben die beiden größten Städte Spaniens, Barcelona und Madrid, mehr Hotelbuchungen als im gleichen Zeitraum vor zwei Jahren generiert. Sie erreichten 111,68 % bzw. 102,03 % der Zahlen für 2019, wie der World Hotel Index von SiteMinder zeigt.

Der Anstieg der Hotelbuchungen in Barcelona und Madrid ist höher als in anderen europäischen Metropoloen. So lag das Niveau in Paris bei 93,4 % (im Vergleich zu den Zahlen für 2019), in London bei 91,86 %, in Berlin bei 74,28 % und Amsterdam bei 81,37 %.

Beschränkungen sind locker – öffentliches Leben ohne 2G und 3G

Ein Vorteil sind dabei auch die noch lockeren Beschränkungen in Spanien. Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten gibt es in Spanien für den Zutritt zu Restaurants und Bars keine 2G- oder 3G-Pflicht. So können auch ungeimpfte Besucher ihren Urlaub genießen können, ohne sich alle paar Tage testen zu lassen.

Es verwundert daher nicht, dass die Wiedereröffnung der städtischen Aktivitäten im ganzen Land mit den positiven Daten zusammenfallen. In Spanien sind Besuche bei Restaurants, Bars, Nachtclubs, Theater, Museen und Kunstgalerien, sowie an Sportveranstaltungen, Messen und Kongressen wieder Teil des gewöhnlichen Alltags. Im Oktober lag die 7-Tage-Inzidenz die meiste Zeit unter 30. Erst kürzlich ist der Wert 40 gestiegen und liegt zurzeit bei 44,7.

In Relation zu 2019 gibt es noch immer viel Verbesserungspotential

Dennoch ist der positive Trend zunächst nur eine Momentaufnahme. So lag die Gesamtzahl der Ankünfte weit unter den 8,8 Millionen, die im September 2019 nach Spanien kamen, bevor die Coronavirus-Pandemie ausbrach.

Die Touristen gaben insgesamt 5,04 Milliarden Euro im Land aus, was einen Anstieg gegenüber den 964 Millionen Euro des Vorjahres bedeutet, aber weit von den 9,62 Milliarden Euro entfernt ist, die im September 2020 ausgegeben wurden. Den Daten zufolge bildeten die Deutschen die größte Gruppe ausländischer Reisender, gefolgt von Briten und Franzosen.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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