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Teneriffa verhärtet Corona-Maßnahmen für 14 Tage

| von Michael Sprick

In Teneriffa werden vom nächsten Samstag, dem 18. Dezember an die Anti-Corona-Maßnahmen verhärtet. Im Vorfeld wurde von einer 14-tägigen Grenzschließung berichtet. Für Touristen handelt es sich aber tatsächlich nur um eine Einreisebeschränkung.


Teneriffa verhärtet Corona Maßnahmen für 14 Tage

Der Präsident der Kanaren, Angel Victor Torres, stellte das Maßnahmen-Paket gestern Abend in einer Notsitzung vor. Einwohner der Insel können sie nach wie vor ohne Umstände betreten. Touristen müssen dagegen einen negativen Corona-Test vorweisen können und bereits vor Einreise eine Unterkunft gebucht haben.

Weitere Maßnahmen umfassen:

  • Eine Ausgangsperre ab 22 Uhr (außer an Weihnachten und Neujahr – an diesen Tagen bis 0.30)
  • Sowohl private als auch öffentliche Zusammenkunftsbeschränkungen. Mitglieder unterschiedlicher Haushalte dürfen sich nicht miteinander treffen.
  • Sperrungen der Innenräume von Bars und Restaurants. Schließungen, falls diese nur über Außenbereiche verfügen, die weniger als 50% der gesamten Betriebsfläche ausmachen
  • Aktivitäten, die zur Missachtung des Abstandgebotes und der Maskenpflicht motivieren, sind verboten. Dies betrifft zum Beispiel Tanzen und Karaoke.
  • Ein- und Ausreisebeschränkungen. Nur aus gerechtfertigten Gründen dürfen Einwohner das Land verlassen und betreten. In den kommenden Tagen werden diese Gründe vermutlich noch genauer definiert.

Weiterhin gilt eine Empfehlung, sich nicht in anderen Gemeinden als der eignenen aufzuhalten.

Weitere Bestimmungen

Wie bereits erwähnt, gilt diese Beschränkung nicht für Touristen, die einen negativen Test und eine bereits gebuchte Unterkunft nachweisen können.

Spanier, die auf dem Festland oder in anderen Ländern wohnen, dürfen ihre Freunde und Verwandte auf der Insel ausdrücklich nicht besuchen.

Für die Festtage am 24., 25. und 31. Dezember sowie den 1. Januar gelten Ausnahmen für diese Beschränkungen. Dann dürfen sich bis zu sechs Personen aus zwei unterschiedlichen Haushalten zusammensetzen. Nicht mitgezählt werden hierbei Kinder von null bis sechs Jahren.

Der Präsident der Kanaren beschrieb die Maßnahmen als einen “Rückschritt für viele”. Er verteidigte sie aber als notwendige Maßnahme für die “Gesundheit der Insel”. In 14 Tagen solle die Situation sich dann wieder verbessert haben.

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Die Maßnahmen treffen die Insel in einer Zeit, in der die Kanaren generell ein beliebtes Urlaubsziel sind. Besonders englische Urlauber verbringen Weihnachten und/oder Jahresende gerne im Sonnenschein. Die englische Travel Weekly geht von 60.000 Urlaubern alleine aus Großbritannien für diese Zeit aus.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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