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Terrorverdacht am Frankfurter Flughafen bei Flug nach Cancún

| von Michael Sprick

Bei einem Flug von Frankfurt nach Cancún kam es am Samstag zu einem Großeinsatz der Polizei. Vier Männer verhielten sich schon vor dem Flug auffällig.


Terrorverdacht am Frankfurter Flughafen bei Flug nach Cancún
Ein Airbus A380 am Flughafen Frankfurt. Bildnachweis: Unsplash / Alan Angelats

Am Frankfurter Flughafen kam es am vergangenen Samstag wegen Terrorverdachts zu einem Großeinsatz der Polizei. Wie der Spiegel berichtet, beobachteten Passagiere auffälliges Verhalten bei vier Mitreisenden.

Mitreisenden fiel auffälliges Verhalten auf

Der Flug der Lufthansa sollte am Samstag vom Frankfurter Flughafen nach Cancún in Mexiko fliegen. Bei den in den Verdacht geratenen handelte es sich dem Bericht nach um vier indische Männer. Sie fielen den anderen Passagieren dadurch auf, dass sie kein Gepäck mit sich brachten, auffällig viele Nachrichten an ihren Handys schrieben und im Flugzeug nicht nebeneinander saßen.

Ein Passagier soll dem Spiegel-Bericht nach den Bildschirm von einem der indischen Passagiere abfotografiert haben und mithilfe eines scannenden Übersetzungsprogramms übersetzt haben. In der Nachricht soll der indische Passagier geschrieben haben, dass er nun ein neues Leben beginne. Der Fluggast, der die Nachricht abfotografiert hatte, deutete dies als eine Abschiedsnachricht und alarmierte die Crew.

Polizei nahm Ermittlungen auf

Der Flugkapitän brach daraufhin den Flug ab und brachte das Flugzeug zurück auf das Vorfeld. Hier übernahm die Bundespolizei und setzte Spürhunde ein, um eventuellen Sprengstoff aufzuspüren. Der Verdacht bestätigte sich nicht.

Erst später soll sich herausgestellt haben, dass die vier Inder illegal in die USA einreisen wollten. Ihr Plan soll darin bestanden haben zuerst nacht Mexiko und dann in die USA einzureisen. Aus der Meldung der Bundespolizei geht sogar hervor, dass eine Weiterschleusung von Mexiko aus organisiert war.

Die Bundespolizei schreibt weiterhin, dass der portugiesische Aufenthaltstitel, den alle vier Personen besaßen, illegal war. Damit liegen mehrere strafrechtliche Befunde gegen die vier Männer vor:

„Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte gegen eine der Personen ein und gegen alle ein Ordnungswidrigkeitenverfahren, wegen des Verstoß gegen das Luftsicherheitsgesetz. Zudem müssen sich alle Beschuldigten wegen Urkundenfälschung strafrechtlich verantworten.“

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Nach Abschluss der Ermittlungen und Einleitung des Strafverfahrens weist die Bundespolizei die Männer nach Delhi, Indien, zurück.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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