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Thailand öffnet im Oktober wie geplant mit insgesamt 26 weiteren Provinzen

| von Michael Sprick

Da die bisher schwerste Welle von Covid-19-Infektionen abklingt, ist Thailand auf dem besten Weg, im Oktober wieder für Reisende aus dem Ausland zu öffnen.


Thailand: Öffnung findet wie geplant mit insgesamt 26 weiteren Provinzen statt
Landschaft in der Region Cha-am. Bildnachweis: Unsplash / Bradley Prentice

Thailand plant schon seit dem Sommer wieder die schrittweise Wiedereröffnung des Landes und das obwohl die Inzidenz im vergangenen August noch über den Wert von 200 gestiegen war.

Inzwischen ist die Inzidenz jedoch wieder auf den Wert von etwa 140 gesunken, wie die Website corona-in-zahlen.de angibt, und der Trend scheint ein weiteres Absinken anzudeuten. Dennoch war bis zuletzt umstritten, ob das südostasiatische Land die Öffnung wie geplant vollziehen soll.

Tourismus-Minister bestätigt Öffnung

Der Minister für Tourismus und Sport, Phiphat Ratchakitprakarn, hat nun jedoch die Wiederöffnung bestätigt, wie die Bangkok Post berichtet. Seinen Worten nach sollen Bangkok, Chon Buri, Phetchaburi, Prachuap Khiri Khan und Chiang Mai wie geplant am 1. Oktober mit der Umsetzung ihrer Pläne zur Wiedereröffnung des Tourismus beginnen werden. Dabei müssen alle Touristen vollständig geimpft sein

Diese Provinzen liegen alle zentral an der nördlichen Seite des Golfes von Thailand. Die einzige Ausnahmeist dabei Chiang Mai, das im Nordwesten des Landes liegt und an Myanmar grenzt. Bisher waren mit Phuket und Koh Samui lediglich zwei Inseln an der größeren malaiischen Halbinsel im Süden geöffnet.

21 weitere Provinzen folgen Mitte Oktober

Der Minister, Ratchakitprakarn, bestätigte außerdem auch die Öffnung von 21 weiteren Provinzen. Diese sollen schon am 15. Oktober folgen. Er zerstreute damit Zweifel, ob die Regierung angesichts der anhaltenden Pandemie in der Lage sein würde, ihren Plan umzusetzen. Allerdings hat die Regierung noch nicht bekannt gegeben, welche 21 Provinzen an diesem Stichtag öffnen werden. Zumindest geht dies nicht aus den Berichten der englischsprachigen Medien aus Thailand oder den Angaben der thailändischen Tourismusbehörde hervor.

Auf die Ankündigung der Öffnung reagieren viele auch skeptisch und kritisch. Die hohen Infektionszahlen in einigen Gebieten sind ein großes Problem. Phiphat räumte ein, dass die hohe Zahl der Neuinfektionen mit Covid-19 ein großes Hindernis darstelle, sagte aber, das Ministerium sei auf die Wiedereröffnung voll vorbereitet. Auf der anderen Seite stören die Touristiker der geöffneten Touristenziele aber auch die strengen Bedingungen der Touristenprogramme.

Touristiker fordern Lockerung

So forderten die Tourismus-Vertreter auf Phuket eine umfassendere Wiederöffnung. Bisher sind die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung für Touristen begrenzt. Sie können beispielsweise nicht so ohne Weiteres in einem Restaurant zusammensitzen und dabei gemeinsam Bier trinken. Unabhängig davon, ob sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind.

Phuket war im Programm der Phuket Sandbox die erste Provinz Thailands, die wieder öffnete. Die Sandbox galt für die thailändische Regierung lange als Erfolg. Inzwischen verzeichnet die relativ kleine Insel mit rund 336.000 Einwohner aber eine tägliche Infektionszahl von 200.

Laut Tourismus-Minister Phiphat Ratchakitprakarn seien diese hohen Zahlen darauf zurückzuführen, dass die Provinz in allen Gemeinden, einschließlich der Wanderarbeiter, aktiv nach Fällen suche. Touristen würden sich dagegen selten infizieren.Jedenfalls will die Regierung das Modell der Sandbox mit seinen relativ strengen Regeln hinter sich lassen.

Sandbox-Bedingungen nicht überall praktikabel

Schlelich ist es offensichtlich, dass sich die Sicherheitskonzepte der überschaubaren Inseln Phuket und Koh Samui nur begrenzt auf andere Teile des Landes übertragen lassen. Spätestens in Bangkok dürfte dies am 1. Oktober deutlich werden.

Als Mega-Stadt mit 10 Millionen Einwohnern dürften Urlauber in Bangkok fest damit rechnen, dass beispielsweise im öffentlichen Verkehr Mindestabstände von 1,5 Meter mit Sicherheit nicht einzuhalten sind. Dennoch sind auch hier die Bars (landesweites Alkholverkaufsverbot) und Clubs geschlossen und es gibt bisher keine Öffnungsperspektive für diese.

Auch wird es für Touristen wohl ab Oktober einfacher möglich sein, in die verschiedenen Teile des Landes zu reisen.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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