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Thailand plant die Einführung einer Einreisegebühr für Touristen

| von Michael Sprick

Thailand plant die Einführung einer Einreisegebühr von 300 Baht. Die Gebühr wird in Zukunft als Aufpreis auf Flüge nach Thailand gezahlt.


Thailand plant die Einführung einer Einreisegebühr für Touristen
Tempelruine in Ayutthaya. Bildnachweis: Unsplash / Josef Szabo

Im vergangenen Jahr verzeichnete Thailand rund 200.000 Reisende, im Jahr 2019 waren es fast 40 Millionen. Mit der Gebühr werden die Entwicklung neuer Touristenattraktionen und ein Versicherungsprogramm finanziert. Das berichtet die Bangkok Post.

Gebühr soll in Ausbau von Attraktionen und in Versicherung für Reisende fließen

Thailand, eines der beliebtesten Reiseziele Asiens, plant, von ausländischen Touristen bei der Einreise ab April eine Gebühr von 300 Baht (ca. 7 Euro) zu erheben. Die Gebühr soll die Entwicklung neuer Touristenattraktionen und ein Versicherungsprogramm für Reisende finanzieren. Das Land ist von dem durch die COVID-19-Pandemie verursachten Einbruch des Tourismus stark betroffen. Im vergangenen Jahr gab es in Thailand rund 200.000 Reisende, während es 2019 dagegen fast 40 Millionen gewesen sind.

Omikron stellt Branche vor neue Herausforderungen

So wurden die Bemühungen um eine Wiederbelebung des Sektors durch die rasche weltweite Verbreitung der Omikron-Variante erschwert. Im zweiten Quartal des Jahres begann das Land mit einer langsamen Deeskalation für ausländische Touristen. Inzwischen ist trotz Omikron ein stabiles Ansteigen der Buchungen für Thailand festzustellen.

„Ein Teil der Gebühr wird für die Krankenpflege der Touristen verwendet“, erklärte der Gouverneur der thailändischen Tourismusbehörde, Yuthasak Supasorn, laut Reuters.

„Wir haben festgestellt, dass die Versicherungen manchmal nicht genügend Schutz für Touristen bieten, sodass es unsere Aufgabe ist, uns um sie zu kümmern“, sagte er. Er fügte hinzu, dass die Einnahmen auch in die Verbesserung der touristischen Infrastruktur fließen sollen.

Anforderungen für touristische Einreisen gestiegen

Damit würde die Liste der Anforderungen für ausländische Touristen, die nach Thailand reisen, erweitert. Zu diesen gehören die Vorauszahlung von COVID-19-Tests und die Unterbringung in einem Quarantäne-Hotel. Zudem sind Geimpfte zum Abschluss einer Versicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 50.000 Dollar (etwa 43.000 Euro) verpflichtet.

Im November letzten Jahres gab das Land seine strengen Quarantänemaßnahmen für geimpfte Besucher auf. Es ersetzte sie durch ein Testsystem, setzte dieses Programm jedoch Ende letzten Monats aus. Wobei der Grund die wachsende Besorgnis über die Ausbreitung der Omikron-Variante aus.

Gebühr entfällt auf Flugpreise

Die neue Gebühr wird in den Flugpreisen enthalten sein und ist Teil der Pläne der Regierung für nachhaltigen Tourismus, so Regierungssprecher Thanakorn Wangboonkongchana. Dementsprechend führen die Fluggesellschaften die Aufschläge an die thailändische Regierung ab.

Das asiatische Land rechnet in diesem Jahr mit 5 bis 15 Millionen ausländischen Touristen, je nachdem, welche Beschränkungen in den wichtigsten Tourismusmärkten gelten, sagte Thanakorn. Außerdem rechnet er damit, dass diese Reisenden in diesem Jahr 800 Milliarden Thai Baht (etwa 21 Milliarden Euro) einbringen werden, sagte er.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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