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Tourismusverbände fordern langfristige Öffnung und Absage für erneuten Lockdown

| von Michael Sprick

Die Verbände der deutschen Tourismuswirtschaft fordern die Regierung vor der Ministerpräsidentenkonferenz dazu auf, eine langfristige Öffnungsperspektive zu bieten.


Tourismusverbände fordern langfristige Öffnung und Absage für erneuten Lockdown
Turm des Wasserwerks in Freiberg. Bildnachweis: Unsplash / Sangga Rima Roman Selia

Die größten Verbände der Tourismuswirtschaft in Deutschland haben die deutsche Regierung dazu aufgefordert, Lockdowns für die Zukunft zu verhindern und die Corona-Hilfen für betroffene Betriebe zu verlängern.

Tourismusverbände appellieren an Ministerpräsidentenkonferenz

Der Aufruf geht von dem Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), dem DEHOGA Bundesverband, dem Deutschen Reise Verband (DRV), dem Deutschen Tourismusverband (DTV), dem Hotelverband Deutschland (IHA), dem Internationale Bustouristik Verband (RDA) sowie vom Europäischen Verband der Veranstaltungs-Centren (EVVC) aus.

Anlass für den Aufruf ist die morgen, am 10. August, stattfindende Ministerpräsidentenkonferenz.

Blick über den „Tellerrand Deutschlands“ hinaus zeige Alternativen

Die Verbände fordern eine dauerhafte Öffnung und damit die Schaffung einer langfristigen Perspektive für die Mitarbeiter der Tourismus Brunnen. Der „Blick über den Tellerrand Deutschlands“ hinaus, zeige, dass es realistische Alternativen zum Lockdown gäbe.

Durch die Impfung der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland sei es überfällig, zuverlässige Konditionen für die Branche zu schaffen. Die Impfkampagne müsse zudem wieder stärker Fahrt aufnehmen. Dazu sollten Angebote, Informationen, Aufklärung und Werbung aufgestockt und verbessert werden.

Maßstäbe für Lockdowns deutlich anpassen

Die Aufforderung kritisiert auch noch einmal die Bewertungsmaßstäbe für die Pandemie. So sei es dringend nötig die aktuellen noch gültigen Schwellenwerte der Inzidenz, bei denen automatisch striktere Maßnahmen greifen, deutlich hochzusetzen und wie bei der Bewertung von Hochrisikogebieten durch das Auswärtige Amt auch andere Parameter wie die Krankenhausauslastung und die allgemeine Infektionsgefahr einzubeziehen.

Die Verbände weisen auch darauf hin, dass der 18. Monat der Pandemie auch der 18. Krisenmonat für die gesamte Branche sei. Hierbei gehen die Verbände auch auf die Kritik ein, die Hilfen würden zur Wettbewerbsverzerrung (inzwischen wird auch der Begriff „Zombifizierung“ immer häufiger benutzt) der Unternehmen führen. Es seien nicht die Hilfen, sondern Maßnahmen und Auflagen, die den Wettbewerb verzerren würden. Diese seien nicht eigens verschuldet, sondern durch den Staat, weshalb dieser Hilfe gewährleisten müsse.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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