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Trinkwasser am Flughafen BER durch „Coliforme Bakterien“ verunreinigt

| von Michael Sprick

Mit einer Meldung über verunreinigtes Wasser durch "coliforme Bakterien" fällt der Flughafen BER wieder durch einen Skandal negativ auf.


Trinkwasser am Flughafen BER durch "Coliforme Bakterien" verunreinigt
Herbst am Flughafen BER. Bildnachweis: Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Am Flughafen BER ist eine Verunreinigung des Leitungswassers festgestellt worden. Das teilte der Flughafen über seinen Twitter-Account mit. Es ist einmal mehr ein weiterer Skandal, der dem Flughafen Berlin Brandenburg ein negatives Medienecho beschert.

Verunreinigung – Wasser am BER darf derzeit nicht getrunken werden

Zurzeit steht noch nicht fest, woher die Verunreinigung kommt. Fluggäste werden jedoch durch Durchsagen gewarnt, das Leitungswasser nicht zu trinken. Den Informationen des Flughafens zufolge beschränkt sich die Verunreinigung auf das Terminal 1 des Flughafens.

Es ist derzeit noch immer das einzige geöffnete Terminal des Flughafens. Der Flughafen erreicht nicht dauerhaft die Kapazitäten, um die beiden anderen Terminals am Flughafen, Terminal 2 und Terminal 5 zu öffnen.

Im Leitungswaser liegen „Coliforme Bakterien“ vor

Coliforme Keime sind zwar normalerweise nicht die Ursache ernsthafter Erkrankungen. Ihr Vorhandensein ist aber ein Indikator für Verunreinigung durch Fäkalien. Diese können dann wiederum auch die Verbreitung anderer krankheitsverursachenden Bakterien, Viren oder Protozoen und viele mehrzellige Parasiten begünstigen.

Eine mögliche Lösung für das Problem ist das Durchspülen der Leitungen, das der Flughafen derzeit bereits durchführt. Es ist aber genauso gut möglich, dass die Verunreinigung nicht eigentlich durch den Flughafen bedingt ist, sondern durch die zuständigen Wasserwerke.

Weiterer Skandal in der Geschichte des Flughafens

Fatal ist die Verunreinigung am Flughafen natürlich umso mehr, da sich Fluggäste normalerweise gerne das Leitungswasser nehmen, um mitgebrachte Trinkflaschen zu füllen. Da jedoch regelmäßige Durchsagen die Passagiere warnen, dürfte sich der Schaden in Grenzen halten.

Zuletzt ist der Flughafen durch massive Verspätungen in die Schlagzeilen gerückt. Dabei erfuhren Fluggäste teilweise Wartezeiten von vier und mehr Stunden und einige verpassten sogar ihre Flüge. Während Flughafen und Airlines sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe schoben, trat das Flughafen-Chaos eine Debatte in Gang, wie die Politik mit dem massiv verschuldeten Flughafen weiter verfahren soll.

So es schon seit längerem eine Debatte über ein Insolvenzverfahren der Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH. Die massiven Schulden würden die Wirtschaftlichkeit und damit einen optimalen Betrieb des Flughafens verhindern. Unter dem Strich sei dies kosteneffektiver als ein Weitermachen, wie der Wirtschaftsprüfer Karl-Heinz Wolf schon im Juni erklärte.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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