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Türkei bietet derzeit bestes Preisleistungsverhältnis für Urlauber

| von Michael Sprick

Die günstigsten Urlaubsziele laut dem Travel Money Report des britischen Post Office - Türkei, Portugal und Spanien - wo ist es am preiswertesten?


Türkei bietet derzeit bestes Preisleistungsverhältnis für Urlauber
Selimiye, Marmaris. Bildnachweis: Unsplash / Bugra Karacam

Regelmäßig erscheint im Vereinigten Königreich der sogenannte Travel Money Report des staatlichen Unternehmens Post Office. Dieser stellt einmal pro Halbjahr die preiswertesten Urlaubsziele fest. Für das Jahresende bis zum Neustart der Saison im nächsten Jahr empfiehlt der Report dieses Mal auf dem ersten Platz die Türkei – genauer gesagt den Urlaubsort Marmaris.

Marmaris in der Türkei – derzeit günstigstes Urlaubsziel

Die Türkei, die keinen besonders erfolgreichen Sommer in Bezug auf den Tourismus hatte, ist aufgrund ihrer Preise und der Abwertung ihrer Währung das günstigste Reiseziel für einen Familienurlaub geworden. Dem Bericht zufolge kosten Reisen im Oktober in der Türkei bis zu 18 Prozent weniger als in anderen Reisezielen, bei ähnlicher Qualität. Der Report listet auch die Preise im Vergleich zu 2019.

Dem Bericht zufolge sind die Preise in Marmaris weniger als halb so hoch wie die meisten anderen Reiseziele im Ranking. Vergleichbar ist lediglich der Sonnenstrand in Bulgarien, der auf einem ähnlichen Preisniveau liegt und den zweiten Platz belegt. Der Bericht vom Post Office vergleicht dabei verschiedene Urlaubsutensilien (wie Sonnencreme, Luftmatratze, Taucherbrille und Schnorchel), Lebensmittel und Getränke und Restaurantbesuche für eine vierköpfige Familie.

Dabei kostet beispielsweise eine Mahlzeit für eine vierköpfige Familie, ein Kaffee, eine Flasche Bier, eine Dose Cola und ein Glas Wein in Marmaris rund 43 Euro. Das sind immerhin 10 Prozent weniger als 2019.

Portugal innerhalb der EU am günstigsten

Innerhalb der Eurozone ist der Urlaub an der portugiesischen Algarve mit Abstand am günstigsten. Das portugiesische Reiseziel ist ein Drittel billiger als Madeira, die spanische Costa del Sol oder Paphos auf Zypern. Im letzteren Fall sind die Preise zwar gesunken, liegen aber immer noch auf dem gleichen Niveau wie die anderen genannten.

Das teuerste unter den untersuchten Reisezielen ist Porec in Kroatien, wo die Preise um vier Prozent auf 100 Euro für ein Essen im Restaurant gestiegen sind, vergleichbar mit denen, die beispielsweise für die Türkei genannt wurden. Diese Situation kehrt sich jedoch um, wenn man die Kosten für eine Woche Essen und Trinken mit den Kosten für eine einwöchige Pauschalreise für vier Personen kombiniert.

Unterkunftspreise weichen teils stark ab

Denn dieses Jahr ist insofern etwas Besonderes, als es keine Konvergenz zwischen den Unterkunftspreisen und den Verbrauchspreisen vor Ort gibt. So kostet zum Beispiel eine einwöchige Reise in ein Drei-Sterne-Hotel für eine vierköpfige Familie mit Essen und Trinken in Porec, Kroatien, rund 2.500 Euro, in der Türkei fast 2.000 Euro und an der Algarve rund 2.200 Euro, aber Zypern liegt mit fast 4.500 Euro immer noch deutlich darüber.

Bei den Preisen ist zu bedenken, dass der Euro gegenüber anderen Währungen trotz der hohen Inflationsrate vergleichsweise stabil geblieben ist. Besonders die türkische Lira erfuhr schon vor der Pandemie immer wieder starke Abwertungen. Durch die Pandemie hat sich dieser Effekt noch weiter verstärkt. Die Türkei gilt aus Sicht vieler Länder als Hochrisikogebiet und weist derzeit eine 7-Tage-Inzidenz von 237 auf. So zum Beispiel aus deutscher Sicht seit dem 17. August, weshalb die Türkei nur eine begrenzt erfolgreiche Urlaubssaison hingelegt hat.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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