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Übernachtungszahlen in Schleswig-Holstein sinken stark

| von Michael Sprick

Die Pandemie und das damit einhergehende Beherbergungsverbot für Privatreisende seit November 2020 haben die Übernachtzungszahlen in Schleswig-Holstein stark sinken lassen.


Corona drückt Übernachtungszahlen in Schleswig Holstein

Die Corona-Einschränkungen haben den Tourismus in Schleswig-Holstein schwer getroffen. Im Dezember 2020 nahm die Zahl der gebuchten Übernachtungen gegenüber dem Vorjahresmonat um 80 Prozent auf 312 000 ab, wie das Statistische Landesamt für Schleswig-Holstein und Hamburg am Freitag mitteilte. Die Zahl der Gäste sank gar um 90,4 Prozent auf 44 000. Ursache sei das seit Anfang November 2020 geltende Beherbergungsverbot für privatreisende Gäste.

Im gesamten Jahr 2020 sank die Zahl der Übernachtungen im nördlichsten Bundesland im Vergleich zu 2019 um 19,6 Prozent. Die Zahl der Gäste fiel um 30,3 Prozent. Stark betroffen vom Rückgang der Übernachtungen waren Hotels, Gasthöfe und Pensionen mit 31,1 Prozent sowie Vorsorge- und Rehakliniken mit 32 Prozent. Ferienhäuser und -wohnungen, Ferienzentren und Jugendherbergen schnitten mit minus 16,7 Prozent besser ab. Gewinner waren Campingplätze, die 8,8 Prozent mehr Übernachtungen verbuchten.

Allerdings waren die Einbußen bei den Übernachtungen an der Ostsee mit minus 14,0 Prozent am geringsten. An der Nordsee waren es minus 20,0 Prozent und in der Holsteinischen Schweiz minus 21,5 Prozent. Besonders hart wurde jedoch das Binnenland mit einem Rückgang um 36,4 Prozent getroffen.

In den Zahlen sind Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Betten und Campingplätze berücksichtigt, nicht jedoch Dauercamping. Genauere Zahlen zum Jahresergebnis soll es zu einem späteren Zeitpunkt geben.

Quelle: dpa

Autor: Michael Sprick

Michael Sprick ist Blogger und Journalist und schreibt für Reiseuhu News, die für Urlauber und Reisende relevant sind.