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USA: Airline verbannt autistisches Kind lebenslang von Flügen wegen Verletzung der Maskenpflicht

| von Michael Sprick

In den USA ist ein vierjähriges Kind lebenslang von Flügen ausgeschlossen worden, obwohl es einen ärztlichen Attest für die Maskenbefreiung hat.


USA: Airline verbannt autistisches Kind lebenslang von Flügen wegen Verletzung der Maskenpflicht
Frontier Airlines. Bildnachweis: Unsplash / Miguel Angel Sanz

In den USA ist ein vierjähriger, autistischer Junge lebenslang vom Boarding ausgeschlossen worden, nachdem er auf einem Flug mit Frontier Airlines keine Maske trug. Der Vorfall sorgt für eine Kontroverse um die Einhaltung der Maskenpflicht und auch die britische Independent berichtet inzwischen darüber.

Fall erregt nationale Aufmerksamkeit

Der Öffentlichkeit bekannt ist der Fall durch einen Auftritt bei der Show „The Ingraham Angle“. Der Vater der vierjährigen autistischen Jungen erzählte am Montag in der Sendung, dass sein Sohn lebenslanges Flugverbot bei Frontier Airlines erhalten hat. Grund dafür ist, dass er keine Maske tragen und die COVID-19-Richtlinien nicht einhalten kann.

Michael Seklecki Jr. muss regelmäßig nach Boston, um dort medizinische Behandlung aufzusuchen. Bereits zweimal hatten ihn Airlines vom Boarding ausgeschlossen, weil er keine Maske trägt. Sein Vater, Michael Seklecki, verklagt die Transportation Security Administration und zwei Fluggesellschaften, Spirit und Frontier, wegen dieser Richtlinien. Er sagte, sein Sohn sei aus medizinischen Gründen vom Tragen einer Maske befreit. Entsprechend habe er den Mitarbeitern der Fluggesellschaft ärztliche Atteste vorgelegt.

Lebenslanges Flugverbot bei der Airline

„Er hat ein lebenslanges Flugverbot bei Frontier Airlines erhalten. … Ich wurde ausdrücklich auch verbannt. … unglaublich“, sagte er in einem Exklusivinterview mit der Moderatorin Laura Ingraham. Er erklärte, dass er ein Eingreifen des Obersten Gerichtshofs in diesem Fall anstrebt.

Seklecki schimpfte auch über die „entsetzliche und herablassende“ Behandlung durch einen Angestellten der Fluggesellschaft.“Es ist einfach schockierend, wenn einem die Reise wegen medizinischer Versorgung verweigert wird“, sagte Seklecki.

Herr Seklecki sagt, er verklagt die Transportation Security Administration sowie Spirit und Frontier Airlines wegen ihrer Maskenpolitik. Herr Seklecki sagt, er verklagt die Transportation Security Administration sowie Spirit und Frontier Airlines wegen ihrer Maskenpolitik.

Airlines sollen Angst vor Haftung bei Verstößen haben

„Das ist krank. Das ist Kindesmissbrauch“, antwortete Ingraham und sagte, die Unternehmen hätten „Angst“ vor einer möglichen staatlichen Haftung, wenn sie die „tyrannischen“ COVID-Richtlinien nicht einhielten. Wie Boston 25 News berichtet, sucht das Kind, das mit seiner Familie in Florida lebt, etwa alle zwei Wochen im Bostoner Kinderkrankenhaus wegen schwerer gastroenterologischer und Motilitätsstörungen eine Behandlung auf.

Die Eltern des Jungen und die Ärzte sagen, dass Michael auf den Flügen keine Maske verträgt. Seklecki sagte, das Personal hätte ihm gesagt, dass die Anweisungen des Arztes nicht „die Firmenpolitik von Frontier außer Kraft setzen“. Die Familie bittet den Obersten Gerichtshof, den Fall bis nächste Woche anzuhören, damit Michael zu seinen Behandlungen nach Boston reisen kann.

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Der Fall Michael Seklecki Jr. ist dabei nicht der einzige Fall, bei denen eine US-Airline ein autistisches Kind von Flügen ausschloss. Schon Anfang des Jahres gab es einen sehr ähnlichen Fall mit einem ebenfalls 4-jährigen Jungen namens Carter Kimball, der ebenfalls autistisch ist.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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