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USA: Einreiseverbot könnte bis November andauern

| von Michael Sprick

Das von den USA verhängte Einreiseverbot für Reisende könnte bis November andauern, weshalb Airlines bereits ihre Flugpläne anpassen.


USA: Einreiseverbot könnte bis November andauern
Golden Gate Bridge bei Sonnenuntergang. Bildnachweis: Unsplash / Evgeny Tchebotarev

Die USA könnten ihre Grenzen für britische und europäische Besucher bis nach November geschlossen halten, wie der Evening Standard berichtet. Es stand jedoch bereits seit Ende Juli fest, dass die Sommersaison für touristische Reisen ins Wasser gefallen war. Zuletzt gingen die Airlines von einer Öffnung im September aus.

Fluggesellschaften ändern ihre Pläne

Aus dem Bericht des Evening Standards geht hervor, dass die Luftfahrtindustrie im Vereinigten Königreich inzwischen davon ausgehen, dass die Öffnung frühestens im November möglich wird. Konkret sollen sie ihre Flugpläne, die sie für eine Öffnung im September ausgelegt haben, an eine Öffnung im November angepasst haben. Damit soll auch eine drastische Reduktion der bereit gestellten Flotte einhergehen.

Der Telegraph berichtet, dass eine große Fluggesellschaft ihre Pläne zur Aufnahme von Linienflügen von London nach New York auf November verschieben wird. Eine zweite soll davon ausgehen, dass das transatlantische Reiseverbot über den nächsten Monat hinaus bestehen bleibt. Eine neue Öffnung soll damit erst im November und zwar gegen Ende des Monats möglich werden.

Neuer möglicher Öffnungstermin erst Ende November

Als möglichen Öffnungstermin handeln die Medien nun die Zeit nach Thanksgiving, das dieses Jahr auf den 25. November fällt. Grund für die Orientierung an diesem Festtag ist der Umstand, dass an größeren Festtagen in den USA ohnehin viel gereist wird. Die Behörden gehen daher – wie zuvor auch schon am 4. Juli, dem Unabhängigkeitstag der USA – von einer erhöhten Infektionsgefahr aus. Diese wollen die Behörden -aller Wahrscheinlichkeit nach – nicht mit einer zusätzlichen Öffnung des transatlantischen Flugverkehrs unnötig erhöhen.

Die fortgesetzte Schließung der Grenzen würde wahrscheinlich auch viele weitere Länder neben den EU-Ländern betreffen. Denn diese Länder könnten sonst als Transitländer genutzt werden. Derzeit ist dies zum Beispiel bei Mexiko der Fall. Das Land ist für touristische Reisen im Vergleich relativ stabil geblieben, was teils an den lockeren Einreisebestimmungen liegt. Zum Teil reisen aber auch viele Menschen nach Mexiko, um von dort aus weiter in die USA zu reisen.

Zuletzt beschäftigte sich die USA mit praktischen Fragen bei der Öffnung

Fluggesellschaften und andere Reiseveranstalter haben die Biden-Regierung zu einem Termin für die Wiedereröffnung gedrängt. Eine Zeit lang sah es so aus, dass eine Öffnung bald bevorstehen könnte, da die US-Administration Anfang des Sommers Task-Forces ins Leben rief, die die Möglichkeiten einer Öffnung für einige Regionen der Welt erarbeiten sollte. Inzwischen ist der Optimismus, der auch von der Öffnung in den eigenen Ländern getragen wurde, aber geschwunden.

Das Weiße Haus hatte erklärt, es suche aktiv nach Möglichkeiten, die Grenzen für Bürger der EU und des Vereinigten Königreichs wieder zu öffnen, wenn auch nur für vollständig geimpfte Reisende. Zuletzt hieß es Anfang August, dass sich die US-Regierung bereit mit praktischen Fragen beschäftige, wie eine Öffnung technisch umzusetzen sei.

Auch gibts es das Problem, dass in Europa viele Menschen mit Impfstoffen geimpft sind, die bisher in den USA nicht zugelassen sind. Dabei handelt es sich vor allem um Astra Zeneca, im osteruopäischen Raum aber auch um Sputnik V.

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Sowohl das Vereinigte Königreich als auch die EU haben geimpften Amerikanern einseitig die Einreise bereits auch aus nicht-zwingenden Gründen gestattet. Dies geschah vor allem auch aus Druck der Tourismus-Industrie, die vor allem in Südeuropa eine Schlüsselrolle spielt.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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