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USA kündigen Wiederöffnung der Grenzen für geimpfte Reisende an

| von Michael Sprick

Die USA heben Beschränkungen für geimpfte Reisende aus europäischen Ländern sowie dem Iran und China auf.


USA kündigen Wiederöffnung der Grenzen für geimpfte Reisende an
Freiheitsstatue. Bildnachweis: Unsplash / Dimitry Anikin

Die US-Regierung unter Präsident, Joe Biden, wird ab November die Reisebeschränkungen für Personen aus dem Ausland aufheben, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Das geht unter anderem aus einem Bericht der New York Times hervor. Es wäre die erste Lockerung dieses Ausmaßes nach mehr als 20 Monaten.

Öffnung nach 20 Monaten

Reisende und die mit dem Reisen zusammenhängenden Branchen haben lange warten müssen. Doch jetzt ist es soweit, die Vereinigten Staaten bereiten sich darauf vor, ihre Tore für den transatlantischen Reiseverkehr wieder zu öffnen. Wie die New York Times schreibt, fällt die Öffnung in den November. Ein genaues Datum scheint bisher aber noch nicht festzustehen.

Die USA wollen Covid-19-geimpften Reisenden die Einreise gestatten. Die Beschränkungen sind dabei schon seit März 2020 in Kraft. Das Einreiseverbot wird damit rund 20 Monate in Kraft gebelieben sein, wenn das Land im November wieder öffnet. Neben den europäischen Ländern gehören außerdem noch China und der Iran zu den Ländern, für die die Einreise gestattet wird. Der Öffnungsschritt dürfte für diese Länder vor allem auch als symbolische, diplomatische Geste gelten. Auch für Europa ist der Schritt aber auch eine wichtige Geste und stellt ein Stück Normalität wieder her.

Für die Einreise wird die Impfung zur Pflicht. Für Nicht-Geimpfte scheint es derzeit keine Ausnahme zu geben, sofern es sich um nicht-essentielle Reisen handelt. Vollständig geimpfte Reisende müssen außerdem innerhalb von drei Tagen vor ihrer Einreise in die Vereinigten Staaten einen negativen Test auf das Coronavirus nachweisen. Allerdings weichen die Anerkennungen der USA für Impfungen ab. So ist Astra-Zeneca beispielsweise in den USA nicht zugelassen.

Schließung sorgt für Spannungen zwischen Europa und Amerika

Die US-Grenzen sind seit März 2020 für Millionen von internationalen Reisenden geschlossen, unabhängig davon, ob sie getestet oder geimpft sind. Diese Situation hat insbesondere bei den Europäern zu wachsender Ungeduld geführt. Besonders für Personen, die Freunde und Familie in den USA haben, aber keine Ausnahmegenehmigung erhalten haben.

Die Europäische Union hatte am 30. August angekündigt, die Beschränkungen für nicht unbedingt erforderliche Reisen aus den Vereinigten Staaten in ihr Hoheitsgebiet wieder einzuführen. Sie lässt den Mitgliedstaaten aber die Möglichkeit, das Verbot für vollständig geimpfte Personen eigenständig aufzuheben.

Europa öffnete einseitig

Seit Juni ist die Einreise aus den Vereinigten Staaten in EU-Länder wieder möglich. Damals gab es einen starken Rückgang Infektionszahlen und die Impfrate begann in allen EU-Ländern sowie in den USA zu steigen. Bei einem EU-Gipfel, bei dem auch Biden anwesend war, beschlossen die Regierungschefs eine Öffnung des Flugverkehrs auf beiden Seiten, ohne ein konkretes Datum zu nennen.

Nach Kanada, das am 7. September seine Grenzen für geimpfte Touristen wieder geöffnet hat, würde die Aufhebung der Beschränkungen gegenüber den Vereinigten Staaten in jedem Fall gute Nachrichten für zahlreiche Airlines bedeuten. Die Rückkehr der USA als mögliches Reiseziel dürfte zum Jahresendenoch einmal frischen Aufwind für die Bilanzen der Airlines und der Tourismus-Industrie in den USA bedeuten.

Nachdem die USA aber zu der Einschätzung gekommen waren, dass dies nicht nachhaltig und sicher möglich sei, beschloss die EU auf Druck der südeuropäischen Länder auf das Prinzip der diplomatischen Gegenseitigkeit zu verzichten. Nach wie vor empfiehlt die US-Regierung ihren Bürgern jedoch, nicht nach Europa zu reisen.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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