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USA öffnen nach 20 Monaten wieder die Grenzen für geimpfte Reisende

| von Michael Sprick

Die USA haben heute ihre Tore für geimpfte Reisende wieder geöffnet. Es ist die erste Öffnung seit Beginn der Pandemie für viele Europäer und Bürger anderer Nationen.


USA öffnen nach 20 Monaten wieder die Grenzen für geimpfte Reisende
Freiheitsstatue. Bildnachweis: Unsplash / Dimitry Anikin

Im März 2020 verhängte die Regierung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump ein Verbot aller Reisen aus europäischen Ländern in die Vereinigten Staaten, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Fst wanzig Monate später haben die USA heute ihre Grenzen wieder für alle internationalen Reisenden geöffnet, die nach der vollständigen COVID-19-Richtlinie geimpft wurden. Über die durchaus symbolträchtige Öffnung berichten die New York Times und die Zeit.

Öffnung für geimpfte Reisende mit wenigen Ausnahmen

Diese von Trump eingeführten Reisebeschränkungen behielt der derzeitige Präsident Joe Biden, der im Januar sein Amt bezog, zunächst bei. Die ersten Pläne gab die Regierung im September bekannt. Das genaue Datum der Wiedereröffnung bestätigte sie allerdings erst einen Monat später.

Ungeimpften Ausländern wird weiterhin die Einreise in die Vereinigten Staaten verwehrt. Die neue Reiserichtlinie schreibt zwar vor, dass alle Reisenden im Ausland gegen Covid-19 geimpft sein müssen, doch die Regierung von Joe Biden hat diese Vorschrift etwas gelockert. Sie macht Ausnahmen für Kinder unter 18 Jahren, für Menschen mit Erkrankungen und für einige Bürger von rund 50 Ländern, die keinen ausreichenden Zugang zu Impfstoffen haben.

Weitere Einreisebedingungen

Die Reisenden müssen außerdem einen negativen PCR- oder Antigentest vorweisen, der nicht länger als drei Tage alt bei der Einreise sein darf. Für die Einreise in die USA auf dem Luftweg werden nur die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zugelassenen Impfstoffe akzeptiert, d. h. die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech, Moderna und Janssen (von Johnson & Johnson), zwei Versionen des Serums von AstraZeneca sowie die Impfstoffe von Sinopharm und Sinovac.

Die Fluggesellschaften müssen dabei kontrollieren, dass die Fluggäste mindestens zwei Wochen vor der Reise ihren vollständigen Impfplan absolviert haben. Sie müssen außerdem die Daten der Reisenden erfassen, um sicherzustellen, dass Passdaten und Impfpässe übereinstimmen. Die um gegebenenfalls bei der Ermittlung von Kontaktpersonen zu helfen.

Ziel der Maßnahme ist es, den normalen Reiseverkehr wieder aufzunehmen und gleichzeitig die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen, so die US-Regierung. Die Amerikaner können schon seit Juni wieder nach Europa reisen. Die eineseitige Öffnung geschah dabei auf Druck der südeuropäischen Staaten, für die der Tourismus eine Schlüsselindustrie ist.

USA erhöhten zuletzt Reisewarnung nach Europa

Trotz dieser offiziellen Eröffnung aktualisierten Beamte des Außenministeriums am 4. November ihre Reisehinweise und stuften 14 Länder der Europäischen Union und des Schengen-Raums auf Stufe 4, was bedeutet, dass US-Bürgern von Reisen in diese Gebiete dringend abgeraten wird.

Deutschland ist nicht in der Gruppe enthalten, stattdessen erhielt es die Einordnung in die Stufe 3. Die Stufe weist auf ein hohes COVID-19-Niveau in dem Land hin. Die Behörden raten dazu, die Reise zu überdenken. Darüber hinaus gibt es auch eine Warnung, „wegen des Terrorismus erhöhte Vorsicht im Land walten zu lassen“.

Flughafen München feierte Öffnung mit Wasserfontänen

Erhöhte Buchungen bei Lufthansa und am Flughafen München

Nach der Ankündigung der US-Eröffnung haben die Flugbuchungen in die USA in Deutschland zugenommen. Die Lufthansa meldete bereits im Vorfeld zur Öffnung, dass die Nachfrage zumindest teilweise wieder auf Vorkrisenniveau gestiegen sei. Auch der Flughafen München stellte eine erhöhte Nachfrage in die USA fest:

„Die weltweiten pandemiebedingten Reisebeschränkungen hatten am Münchner Flughafen auch im Transatlantikverkehr dramatische Einbrüche bei der Zahl der angebotenen Flüge zur Folge. Die Einreiseverbote sowohl in Nordamerika als auch in der Europäischen Union bewirkten, dass lediglich zehn wöchentliche Abflüge angeboten wurden. Bis Juni wuchs diese Zahl bereits auf 37 – mit der Öffnung der EU für Reisende aus den USA im Juni stieg die Zahl der wöchentlichen Flüge ab München sprunghaft auf 67.“

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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