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USA-Öffnung – Europäische Airlines fordern konkretes Datum

| von Michael Sprick

Die Ankündigung der Wiederöffnung der US-Grenzen erfolgte vor 3 Wochen. Um die Flüge rechtzeitig planen zu können, forderten die Airlines jetzt die Festlegung auf ein konkretes Datum.


USA Öffnung Europäische Airlines fordern konkretes Datum

Die europäischen Fluggesellschaften forderten die US-Regierung am Mittwoch auf, ein „genaues Datum“ für die Wiederöffnung des transatlantischen Flugverkehrs zur USA festzulegen. Darüber berichtete das europäische News-Portal Euractiv.

Öffnungszeitraum rückt immer näher

Die Regierung von Präsident Joe Biden kündigte bereits am 20. September an, dass die US-Grenzen ab November wieder für geimpfte Reisende, geöffnet werden sollen. Für die Öffnung kommen neben den EU-Staaten und dem Vereinigten Königreich kommen dafür noch China und der Iran infrage.

Ein konkreter Termin für die Wiederöffnung der Grenzen nach 18 Monaten Beschränkungen ist jedoch noch nicht bekannt geworden. Daher forderte der Verband der europäischen Fluggesellschaften Airlines for Europe (A4E) dies in einer Erklärung anlässlich eines Treffens von Branchenführern in Brüssel. „Um sicherzustellen, dass sich die Fluggesellschaften vollständig vorbereiten können, muss dringend ein klares Datum festgelegt werden“, so A4E.

Impfanerkennung soll sich angleichen

Der Verband forderte außerdem eine „Angleichung der Reisebestimmungen für geimpfte Personen und die Anerkennung digitaler Impfbescheinigungen im Besitz europäischer Reisender durch die USA“. „Ein gemeinsamer Ansatz ist von grundlegender Bedeutung, um die Situation zu klären und Vertrauen bei den Fluggästen zu schaffen“, erklärt der Geschäftsführer von A4E, Thomas Reynaert.

Den europäischen Fluggesellschaften, insbesondere den Flag-Carriern Air France, KLM und Lufthansa, sind durch die Schließung der US-Grenze erhebliche Einnahmen entgangen. So macht die Nordatlantikstrecke beispielsweise immerhin 40 % des Umsatzes von Air France aus.

In den USA ist AstraZeneca noch immer nicht zugelassen

Thomas Reynaert erwähnte auch einen weiteren Stolperstein, nämlich die Anerkennung von Impfstoffen. Washington hat zum Beispiel den Impfstoff von AstraZeneca noch immer nicht zugelassen. Nach derzeitigem Stand dürfen also Geimpfte, die diesen Impfstoff erhalten, nicht über den Atlantik reisen.

„Wir haben die US-Behörden aufgefordert, die Liste der von der Weltgesundheitsorganisation zugelassenen Impfstoffe als Grundlage für weitere Gespräche zu verwenden, und wir glauben, dass in den kommenden Wochen eine Einigung über einen kohärenten Ansatz erzielt werden kann“, so der A4E-Chef.

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Was Europa betrifft, so hofft der Verband, dass sich international rasch ein technologischer Standard durchsetzt. Dies soll insbesondere „die Überprüfung von Impfbescheinigungen im Rahmen des normalen Online-Check-in-Verfahrens für Fluggäste zu erleichtern“. Das dies auch in Europa noch immer ein Problem ist, zeigt das Verspätungschaos am Berliner Flughafen von vergangenem Wochenende.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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