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Vietnam öffnet im Dezember weiter für geimpfte Reisende

| von Michael Sprick

Im November will Vietnam mit Phu Quoc erstmals für Touristen öffnen. Jetzt hat die Regierung angekündigt, dass schon im Dezember weitere Reiseziele bereisbar sein werden.


Vietnam öffnet im Dezember weiter für geimpfte Reisende
Strand auf Phu Quoc. Bildnachweis: Unsplash / Andreas M

Vietnam plant, ab Dezember wichtige Reiseziele für geimpfte Besucher aus Ländern, die als geringes Covid-19-Risiko gelten, wieder zu öffnen, wie Reuters berichtet. Die Regierung gesteht der Tourismus-Branche diese Öffnung zu, bevor die vollständige Wiederaufnahme für Juni nächsten Jahres geplant ist.

Pandemische Lage in Vietnam

Das Land hatte zu Beginn der Pandemie strenge Grenzkontrollen eingeführt, um die Einschleppung des Covid-19-Virus zu verhindern, was anfänglich auch erfolgreich war. Dies schadete jedoch dem aufstrebenden Tourismussektor des Landes, der in der Regel etwa 10 % des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet.

Zuletzt befand sich das Land trotz der strikten Sperrung in einer Covid-Infektionswelle. Im Mai begann die 7-Tage-Inzidenz allmählich anzusteigen. Noch im Mai verzeichnete Vietnam weniger als eine Infektion pro 100.000 Einwohner pro 7 Tage. Dieser Wert begann bis Juli allmählich zu steigen und stieg dann sogar fast exponentiell an. Anfang September erreichte die 7-Tage-Inzidenz ihren Höchstwert von 95,5. Inzwischen sinken die Infektionszahlen jedoch wieder fast ebenso rasant wie sie zuvor gestiegen waren und liegen bei 44,1. Nun beginnt das Land wieder Öffnungsschritte zu unternehmen.

Touristenorte öffnen als erstes – allen voran Phu Quoc

Im vergangenen Monat gab das Land bekannt, dass es die Ferieninsel Phu Quoc ab November wieder für geimpfte Reisende öffnen wird. Ab Dezember wird es auch Touristen aus zugelassenen Ländern erlauben, die UNESCO-Welterbestätten Halong Bay und Hoi An, die Hochlandstadt Dalat und den Badeort Nha Trang zu besuchen.

„Wir öffnen nur, wenn es wirklich sicher ist“, erklärte die Regierung in einer Erklärung. „Wir gehen Schritt für Schritt vor, vorsichtig, aber flexibel, um uns an die tatsächliche Situation der Pandemie anzupassen“, heißt es weiter. Der Schritt folgt ähnlichen Maßnahmen des benachbarten Thailands, das im nächsten Monat weitere Orte in sein Pilotprogramm aufnehmen wird, um geimpfte Besucher zuzulassen.

Das Pilotprojekt gleicht dabei dem Öffnungsprogramm von Thailand. Schon im Juli öffnete dieses für ausländische Touristen auf der Insel Phuket. Die Öffnung haben die Behörden dabei als Öffnung ohne Quarantäne beworben. Tatsächlich konnten die Touristen aber nur begrenzte Areale begehen, die für Touristen vorgesehen waren. Zwar konnten sie auch bestimmte Läden und Strände und Natur besuchen, doch viele andere Freizeitmöglichkeiten vielen für Touristen weg. Restaurants und Bars waren in Thailand zum Beispiel lange Zeit weiterhin geschlossen. Das Land hatte ein Ausschankverbot verhängt, weshalb die Bars bis heute geschlossen sind.

Genaue Bedingungen für Vietnam-Urlauber noch unbekannt

Viele, wenn auch nicht alle, Thailand-Touristen sollen sich daher enttäuscht vom Urlaub gezeigt haben. Ob die Bedingungen auf Thailand ebenso ablaufen werden, wird sich noch zeigen. Bei Neuigkeiten halten wir euch zu Vietnam auf über unseren Newsletter oder unseren Twitter-Account auf dem Laufenden.

Die Zahl der ausländischen Ankünfte in Vietnam ist im vergangenen Jahr auf 3,8 Millionen gesunken, gegenüber 18 Millionen im Jahr 2019, als die Tourismuseinnahmen 31 Milliarden USD betrugen, was 12 Prozent des BIP entspricht. Das Land versucht, die Covid-19-Impfungen zu beschleunigen. Bislang sind nur 13 Prozent der 98 Millionen Einwohner geimpft, eine der niedrigsten Raten in Asien.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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