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Wiederöffnung von Pattaya für Tourismus verschoben

| von Michael Sprick

Die Wiedereröffnung von Pattaya könnte sich durch Anstieg der Infektionen und nur langsame voranschreitende Impfkampagne verschieben.


Wiederöffnung von Pattaya für Tourismus verschoben
Pattaya Beach. Bildnachweis: Unsplash / Ryutaro Uozumi

Die thailändische Tourismusbehörde (TAT) verkündet, dass der beliebte Touristenort Pattaya eine Reihe von Herausforderungen zu bewältigen hat, bevor die Insel wieder für den ausländischen Tourismus öffnen kann. Ursprünglich war der 1. September als Öffnungstermin vorgesehen. Inzwischen steht aber auch eine Öffnung noch in diesem Jahr auf der Kippe.

Vorgesehene Impfquote noch nicht erreicht

Dazu gehört vor allem die Tatsache, dass die beim Gesundheitsamt der Provinz eingereichten Hygieneprotokolle noch nicht genehmigt sind. Unterdessen nehmen die Covid-19-Infektionen zu, und die Impfkampagne verläuft schleppend.

Einem Bericht des Bangkok Posts zufolge sagt Apichai Chatchalermkit von der TAT, dass die Impfquote in Pattaya derzeit nicht annähernd die für die Herdenimmunität erforderlichen 70 % erreicht. Nur etwa 33 % der Bevölkerung seien seinen Aussagen zufolge derzeit geimpft. Der Plan zur Wiedereröffnung Pattayas könne jedoch nicht ohne diese Voraussetzungen beginnen. Ursprünglich war die Öffnung von Pattaya für den 1. September geplant und sollte dem Sandbox Modell folgen, das derzeit auf Phuket aber auch auf Koh Samui läuft.

Ähnliche Programme liefen bisher erfolgreich – vor allem auf Phuket

Auf Phuket gilt das Programm inzwischen als Erfolg. Im ersten Monat des „Phuket Sandbox“-Programms, das am 1. Juli startete, haben über 14.000 ausländische Touristen Phuket besucht und Einnahmen in Höhe von 829 Mio. THB (21 Mio. Euro) generiert, wie die Tourismusbehörde von Thailand (TAT) mitteilte.

Vor der Covid-19-Pandemie war Pattaya der drittbeliebteste Urlaubsort des Landes, der 9,4 Millionen ausländische Besucher empfing. Davon kamen 2,72 Millionen aus China und 1,14 Millionen aus Russland. Wie die Tourismusbetreiber in Phuket ist auch Apichai optimistisch, dass die Zulassung des Impfstoffs Sputnik V zu einem Anstieg der russischen Touristen führen wird. Es gibt jedoch derzeit noch keinen alternativen, konkreten Öffnungstermin. Die Behörden peilen jedoch weiterhin eine Öffnung noch in diesem Jahr an. Es sollen jedoch weitere Urlaubsziele außer Pattaya folgen.

Dabei handelt es sich um Krabi (Ko Phi Phi, Ko Ngai und Railay Beach) und Phang Nga (Khao Lak und Ko Yao), wo vollständig geimpfte ausländische Touristen im Rahmen eines 7+7-Modells die ausgewählten Gebiete in jedem Reiseziel besuchen können. Bei diesem Modell wird der obligatorische Aufenthalt in Phuket im Rahmen des Phuket-Sandbox-Programms von 14 auf 7 Tage verkürzt, woraufhin dann 7 Nächte in Krabi und Phang Nga verbracht werden können.

Die Idee hinter dem 7+7-Modell ist es, ausländischen Touristen mehr Möglichkeiten zu bieten, während ihrer Reise nach Thailand mehrere Ziele zu besuchen. Krabi und Phang Nga sind aufgrund ihrer Nähe zu Phuket und ihrer leichten Erreichbarkeit von dort aus ideal dafür geeignet.

Thailand versucht neue potentielle Märkte zu erschöpfen

Die Aussichten für die thailändische Tourismusindustrie auf eine Erholung sind derzeit zusätzlich getrübt. In China hat eine neue Infektionswelle eingesetzt, die die Regierung die Restriktionen stark anzügeln lässt. Damit dürfen Chinesen derzeit nicht mehr zu touristischen Zwecken ins Ausland reisen. Damit fällt ein wichtiger Markt für den thailändischen Tourismus weg. Daher steht Thailand vor der Herausforderung, den ohnehin gesunkenen Tourismus durch neue Märkte zu ersetzen. Zu weiteren Märkten mit noch ausschöpfbarem Potential für Thailand gehören Indien, Südkorea, Taiwan und Deutschland.

Die Bangkok Post berichtet, dass ausländische Touristen, die im Rahmen des Programms „Pattaya Move On“ zur Wiedereröffnung der Stadt einreisen, die ersten sechs Tage in einer lokalen Quarantäneeinrichtung verbringen müssen. Es gibt 19 solcher Einrichtungen, verteilt auf 2 Bezirke. Ab dem siebten Tag dürfen die Touristen sich in einem vorgesehenen Bereich bewegen und mit Anbietern verkehren, die von der Sicherheits- und Gesundheitsbehörde akkreditiert wurden. Es wird davon ausgegangen, dass mindestens 10 Betreiber auf ihre Zulassungszertifikate warten.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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